»Ich frage: Sind es etwa ›n‹ & ›v‹, die uns hier ein ›w‹ vormachen wollen, oder was?«

Detailtypografische Betrachtungen 01

Schaufenster-Reklame in Düsseldorf, Berliner Allee: ›Steinweg‹ in ›Rehbock Pianos‹ (Ausschnitt)

Schaufenster-Reklame in Düsseldorf, Berliner Allee: ›Steinweg‹ in ›Rehbock Pianos‹ (Ausschnitt)

Auch in der Gestaltung von und mit Schrift, der Rechtschreibung (des rechten Schreibens) sowie in der gesprochenen Sprache selbst, gibt es sich wandelnde Moden, verschiedene Stile und Stilblüten, ›Schulen‹, Trends, Hypes, Verschiebungen und Formumwandlungen … Sie kommen und gehen, Einzelnes bleibt eventuell bestehen; vieles verschwindet sang- und klanglos, anderes kehrt als ›Retro‹ wieder, ganz anderes überlebt vielleicht nur unbemerkt, als scheinbarer Anachronismus im Detail – allein von Interesse für Nostalgiker und Wehmütige. Mit den ›Detailtypografischen Betrachtungen‹ möchten wir künftig auf die vielen Kleinigkeiten schauen, die es auf dem Feld der Typo-Formen zu entdecken, zu entschlüsseln und zu lieben gibt. Den Anfang macht dieses ungewöhnliche ›w‹, das nicht so viel mit dem uns bekannten ›Doppel-V‹ bzw. ›Double-U‹ gemeinsam haben will.

Satzdetail aus François Truffauts »Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?« (Wilhelm Heine Verlag, Müchen 1999)

Satzdetail aus François Truffauts »Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?« (Wilhelm Heine Verlag, Müchen 1999)

Dieses ›w‹ ist mir im vorletzten Semester zuerst in François Truffauts »Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?« aufgefallen. Nachdem ich es dort das erste Mal erblickte, stolperte ich beim Lesen zunächst wieder und wieder darüber – ich konnte mich partout nicht daran gewöhnen und mein Geist wälzte parallel diverse Fragen dazu. Denn was mich am Schrifteinsatz im ›Truffaut-Hitchcock-Buch‹ wunderte, ist, dass dort das mir neue ›w‹ lediglich in der Minuskel-Form des kursiven Antiqua-Schnitts vorkommt und damit so gar nichts mit dem großen ›W‹ der Kursiven noch mit dem ›w‹ oder ›W‹ des Roman-Schnitts des Grundtextes gemein hat.

Ist dieses ›w‹ also eventuell ein Fehler oder unterliegt dessen Einsatz besonderen (mir unbekannten) Satzregeln? Ist es etwa eine alte, überkommene Form von einem ›w‹ oder gar eine neue Spielerei eines besonders modern wirken wollenden Typografen? Ist es eine Ligatur aus einem ›n‹ und einem ›v‹ oder eine ganz eigene Form?

Zunächst wusste ich gar nicht, wo ich anfangen sollte zu suchen, nachdem auch Dozenten und Typo-Kollegen die Kenntnis einer solchen ›w‹-Form verneinten. Und wieder einmal zeigte sich: Bloß, weil es einem nicht bewusst ist, weil man etwas nicht ad hoc erinnert, heißt es nicht, dass man es nicht doch vielleicht schon kannte, nur eben vielleicht aus anderen Zusammenhängen. Denn: Wie ein wenig Nachforschung zeigt, ist unser ›w‹ tatsächlich schlicht eine alternative Schreibform des doppel-v-förmigen ›w‹, und war in der Art früher sehr gebräuchlich, vor allem in den gebrochenen Schriften, wie folgende unvollständige Übersicht zeigt:

›W‹ und ›w‹ einiger Gebrochener Schriften

›W‹ und ›w‹ einiger Gebrochener Schriften

Ich dachte mir also: »Alles klar, die ›Gebrochenen‹ mal wieder!« Bei denen war schon so einiges anders, was uns heute einfach ungewohnt erscheint: ›Die‹ pflegten beispielsweise noch das lange ›s‹ parallel zum kurzen (manche von uns verwechseln es heute leider mal mit einem ›f‹) …

Kölsch mit langem s: Bier-Reklame in Köln

Kölsch mit langem s: Bier-Reklame in Köln

Das kleine ›x‹ so mancher Fraktur ähnelt dann auch eher unserem ›r‹ und überhaupt sah so mancher Buchstabe ganz anders aus, als wir es heute kennen; und so konnte damals das Wort ›Typografie‹ auch mal so ausschauen:

Typografie à la Paul Renner: Schmutztitel von Renners »Typografie als Kunst« (Georg Müller Verlag, München 1922), Ausschnitt

Typografie à la Paul Renner: Schmutztitel von Renners »Typografie als Kunst« (Georg Müller Verlag, München 1922), Ausschnitt

Wir wissen, wie bereits erwähnt: Die alten Römer (noch lange vor den Gebrochenen Schriften!) kannten gar kein geschriebenes ›W‹; ihr ›V‹ konnte sowohl ›W‹ oder ›V‹ in der Aussprache bedeuten. Erst später bekam das ›W‹ durch eben die Doppelung von ›V‹ respektive ›U‹ auch eine eigene grafische Form. Soweit zum Graphem ›W‹ und zu seiner uns geläufigen Gestalt eines Doppel-V. Aber auch seine andere, uns leider weniger geläufige Form lässt sich tatsächlich auf den Vorgang der V-Verdoppelung zurückführen, auch wenn es zunächst nicht so scheint. Die Lösung des ›Rätsels‹ steckt unter anderem in dieser Tafel, die uns Albert Kapr (1918–1995) hinterließ:

Metamorphose des ›V‹ (in Albert Kapr: Schriftkunst. Verlag der Kunst, Dresden 1971, S. 297)

Metamorphose des ›V‹ (in Albert Kapr: Schriftkunst. Verlag der Kunst, Dresden 1971, S. 297)

Auch das ›V‹ ist nicht mehr das, was es einmal war. Vor allem die oberste Zeile zeigt deutlich, dass offensichtlich auch schon unser ›V‹ graphemische Form-Wandlungen durchlaufen hat. Es fällt nun gleich leicht, sich unser ›W‹ als Zusammenziehung zweier ›V‹ vorzustellen, selbst wenn diese nicht wie exakte Kopien ihrerseits ausschauen. Man schreibe einfach selbst gern einmal das zweite Zeichen dieser Tafel und sogleich daran anknüpfend das erste … erst langsam und gerade, dann auch mal flüchtig schwungvoll, rechtsgeneigt … macht Spaß, nicht wahr!?!

Und so finden wir auch heute noch viele schöne Varianten dieser Form, wenn auch viel zu selten in klassisch gedruckter Form, sondern eher mehrdimensional, als Bereicherung des urbanen Raums:

Wettbüro am Eigelstein, Köln

Wettbüro am Eigelstein, Köln

Änderungsschneiderei für Herren- und Damenwäsche in München

Änderungsschneiderei für Herren- und Damenwäsche in München

US-amerikanischer 10-Dollar-Schein (Ausschnitt)

US-amerikanischer 10-Dollar-Schein (Ausschnitt)

Holzplanke im Café Waschsalon in der Ehrenstraße, Köln

Holzplanke im Café Waschsalon in der Ehrenstraße, Köln

Da gibt es nur noch eines was mich, nach wie vor, stutzen lässt: Wie um Himmels Willen ist diese Art von einem ›W‹ in eine Antiqua-Schrift gerutscht? Und warum denn nur allein als Minuskel in ihrem schrägen Schnitt; und nicht auch im geraden Schnitt; und nicht auch als Versal-Form? Und überhaupt: Warum konnte sich diese Form nicht auch in den lateinischen Schriften mehr durchsetzen und erscheint uns heute daher so fremd? Auf alles das habe ich noch keine eindeutige Antwort. Allein ich fand heraus, Arthur Schopenhauer schrieb einst ganz selbstverständlich jene andere Form (siehe hier in: »wollt«).

Tagebucheintrag aus A. Schopenhauers »Reisebuch«, März 1819 (nach W. Abendroth: Schopnehauer im Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei HH 1967, S. 61)

Tagebucheintrag aus A. Schopenhauers »Reisebuch«, März 1819 (nach W. Abendroth: Schopnehauer im Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei HH 1967, S. 61)

Daher also auch die Übernahme dieser Form für zumindest einen kursiven Antiqua-Schnitt, der sich ja auch direkt vom Handgeschriebenen ableitet?!

Die Schwere der Verifizierbarkeit soll die Existenzberechtigung dieses ›W‹ in keinem Fall schmählern. Ich bin im Gegenteil ziemlich glücklich ob dieser ›Entdeckung‹ und freue mich über die unendlichen Möglichkeiten, wie wir sie in der Typografie und der Schriftgestaltung immer wieder finden. Ich schaue also sehnsüchtig in die Zukunft und darauf, welche ›W‹-Formen uns die kommenden Schriftgestalter bescheren mögen.

Karsten Rohrbeck


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4 Kommentare »

  1. Daniel sagt:

    Vielen Dank für diesen super interessanten Artikel! Echt spannend, was es im Bereich der Typografie noch alles zu entdecken gibt. Möge dem n-v w in Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden.

  2. Hach, ich als Buchstaben-Nerd bin begeistert von diesem Artikel! Danke.

  3. [...] jakob Für die übernächste Ausgabe vom Slanted-Magazin werden noch Beiträge zum Thema »Fraktur« angenommen. Wäre für uns die Option mit ein paar handgedrechselten, gebrochenen Schriftentwürfen »berühmt« zu werden. Links zur Fraktur:Fraktur-InfoFraktur-FansFraktur-Diskussion [...]

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mogli

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Die Ästhetik der Nachhaltigkeit

© encore

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»Lange Zeit war Öko-Mode gleichbedeutend mit “naturbelassen”, “keine Chemie” und „grün-alternativ“. Wenn man von einer ökologisch motivierten Ästhetik sprechen konnte, dann fand man sie am ehesten in den Nischen der Eine-Welt-Läden. Inzwischen ist längst klar: Plastik ist ökologisch manchmal besser als Jute. Gleichzeitig sind globale Themen wie der Klimawandel und die weltweite Ressourcenknappheit im politischen Mainstream angekommen. Verändern sich dadurch auch ästhetische Einstellungen? Schließlich spiegelt sich ein gesellschaftlicher Wertewandel immer auch im Design und der Mode. Gibt es eine neue Ästhetik der Nachhaltigkeit? Und was macht sie aus? « Quelle: SWR

Es diskutieren:
Bernd Draser, Philosoph, Ecosign/Akademie für Gestaltung, Köln
Prof. Nina Gellersen, Designerin, Hochschule Luzern
Mateo Kries, Chefkurator des Vitra Design Museums, Weil am Rhein
Gesprächsleitung: Gábor Paál

Hier gehts zum AudioBeitrag


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Zum Abschluss

Im ecosign-Projekt »Zum Abschluss« war es die Aufgabe, einen Diplom-Katalog für die Absolventen des Studiengangs Bildende Kunst der Alanus Hochschule zu gestalten. Daniel Hyngar ging es dabei vor allem darum, dem individuellen Künstler einen individuellen Platz zu schaffen. Dazu bekommt jeder Künstler ein eigenes Heft, auf dessen Vorderseite jeweils ein Ausschnitt des Kunstwerks zu sehen ist. Die Farbigkeit dieser unterschiedlichen Ausschnitte erzeugt durch die ausgestanzte Typografie in der Graupappe jeweils ein unterschiedliches, individuelles Bild.

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Typodarium 2012 ist da!

Wie jedes Jahr freuen wir uns über das kleine aber feine Druckwerk aus dem Verlag Hermann Schmidt Mainz und auch in diesem Jahr könnte das TYPODARIUM – der Abreisskalender für den echten „Typolover“ – das erste Produkt sein, dass Ihr diesmal schon im August frühzeitig in die noch leere Kiste in Eurem Schrank stellt um es dann an Weihnachten Eurem/Eurer Liebsten unter den Baum zu legen. Für das Jahr 2012 greifen Lars Harmsen und Raban Ruddigkeit mit voller Wucht in den Farbtopf mit der Aufschrift „Pussycolor“ – womit die Geschlechterfrage auch schon geklärt ist – Geile Fonts und Mädchenfarbe, für jede/n ist also was dabei.

Im Editorial lese ich, dass 2011 das erste Mal eine Jury darüber entschieden hat, welche Fonts 2012 in den Kalender kommen. Dies kann als klares Zeichen dafür gewertet werden, dass wohl immer bessere und vorallem immer mehr Fonts jedes Jahr eingereicht werden … das freut uns natürlich sehr – zeigt es doch, dass die Typoszene vielleicht sogar auf dem besten Wege zu einer neuen Hoch-Zeit ist.

Letztes Jahr habe ich hier angemerkt, dass eine Angabe über das verwendete Papier fehlte – dies wollte der Verlag für das kommende Jahr ändern – leider konnte ich auch diesmal keine Angabe dazu finden. Die Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs informierte sich jedoch bei der Langenscheidt-Druckerei und erfuhr, dass dort für den Druck des Typodariums ein Standard-Rollenpapier ohne Namen verwendet wird. Standard – ohne Namen – nagut – hier wäre es schön, wenn die Produzenten oder Verleger für das kommende Jahr die Chance beim Schopf ergreifen würden und vielleicht auch bei diesem Printprodukt (wenn es auch ein knapp kalkuliertes Produkt ist) den interessierten Typografen zeigen, was Papier so alles kann und wie reinweiß und haptisch aufregend im Jahr 2013 ein 100% Recyclingpapier sein kann. Denn immerhin wird hier ein Wegwerfprodukt vertrieben, bei dem jeden Tag ein kleines Blatt Frischfasern in irgendeinen Abfalleimer wandert. Es sei denn man nutzt die Sammelbox und hebt die Typokunstwerke auf!

Typodarium 2012

  • The Daily Dose of Typography
  • Abreißkalender zum Aufstellen oder Hängen
  • mit 366 Fonts von 252 Designern aus 32 Ländern und allen Feiertagen dieser Länder
    384 Blatt, zweiseitig bedruckt, schwarz und leuchtendes Magenta Format 8,5 x 12 cm, Verpackt in einer Sammelbox zum Archivieren der Schriftmuster
  • 16,80 €
  • www.typografie.de

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Good Goods?

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Wir danken Astrid Lorenzen für Ihren Gastbeitrag – eine Rückschau auf die goodgoods Messe für nachhaltigen Konsum 2011 in Hamburg

Vom 27. – 29.05. fand zum ersten Mal die goodgoods Messe für nachhaltigen Konsum in den Hamburger Messehallen statt. Mit 94 Ausstellern, davon viele Startups, hat sie einen Überblick über verschiedenste nachhaltiger Produkte gegeben. Schwerpunkte waren Fashion, Lebensmittel und Design. Institute wie EPEA, Dienstleister, Ökobanken wie die GLS Bank waren ebenso wie allgemeinnützige Vereine wie Viva con Agua oder BAUM vertreten.
Mit 10.000 Besuchern in den drei Tagen war die Messe gut besucht, was wohl nicht zuletzt an der Pressearbeit und der Ausgabe von zahlreichen Freikarten gelegen haben kann.

Bei dem Gang durch die Halle, fiel die große Anzahl an Limonadenanbietern auf: Fritzkola, Bios, Bionade und Lemonaid/Charitea. Bei Lemonaid gab es die Möglichkeit seine eigene Limonade aus den Originalzutaten Limetten, Rohrzucker (beides Fairtrade) und Wasser (Viva con Agua)selbst zusammenzumischen. Auf dem Fashion Cube, einem großen Sperrholzkubus um das ein Baugerüst aufgebaut war, fanden Schauen diverser Ecofashionlabel (u.a. Otto und Recolution) statt. Für Kinder gab es eine Bastelfläche und auf dem Forum konnte man sich Diskussionen und Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit anhören. Einzelne Aussteller stellten sich Fragerunden.

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Materialrevolution – Für eine nachhaltigere Zukunft

Mandeln

Vor ein paar Tagen bekam ich Post von Astrid Lorenzen aus Hamburg und sie bat mich auf folgende Veranstaltung hinzuweisen:

Sascha Peters, Autor des Buches „Materialrevolution“ sowie der Materialseite in der FORM kommt am 17.06.2011 nach Hamburg, um über neuartige und nachhaltige Materialien in Architektur und Design zu sprechen.

Schaumstoff aus Pilzen, Mode, die durch Bakterien organisch wächst, oder Fahrräder mit Bambusrahmen: Da inzwischen klar sein sollte, dass uns viele Rohstoffe zukünftig nur noch in begrenztem Rahmen zur Verfügung stehen, werden wir aus den Labors überhäuft mit neuen Materialien und Werkstoffkonzepten. Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde und für Politik wie Industrie das Zauberwort für eine bessere Zukunft. Wir stehen kurz vor einem gravierenden Wandel unserer Produktkultur, denn der umweltverträgliche Umgang mit Werkstoffen und das Denken in Materialkreisläufen ist bei uns als Konsumenten angekommen und wird in vielen Bereichen gar vorausgesetzt.

Designern und Architekten kommt im Zusammenhang mit dem Wandel der Material- und Produktkultur eine besondere Verantwortung zu. Denn sie sind es, die bei ihren Projekten die Auswahl der eingesetzten Werkstoffe treffen und damit entscheidenden Einfluss auf die Nachhaltigkeit unserer Produktwelt nehmen. Dr. Sascha Peters gibt mit seinem neuen Buch “Materialrevolution” einen Überblick zu den aktuell am Markt verfügbaren Materialien. Im Vortrag gewährt er einen Blick in die spannendsten Entwicklungen und zeigt auf, mit welche Werkstoffinnovationen wir die Zukunft in eine nachhaltigere Welt gestalten werden.

Vortrag „Materialrevolution – Für eine nachhaltigere Zukunft“

17. Juni 2011
betahaus Hamburg
ab 19:00 Uhr


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Kläre – Gemüseglück auf dem Balkon


»Kläre« ist ein Hügelbeetkasten, entstanden als Abschlussarbeit der ecosign von Anna Fankhaenel. »Kläre« orientiert sich in der Form an einem Hügelbeet aus der Permakultur, dadurch ergeben sich nicht nur Vorteile wie einen guten Wasser- und Wäremhaushalt um selbst in kühleren Jahreszeiten Gemüse zu ernsten, sondern die Form bietet auch fast doppelt soviel Anbaufläche wie ein handelsüblicher Blumenkasten.
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It’s a Book!

Simpel und wahr, daher ohne jeden weiteren Kommentar:

Das nun auch auf deutsch erschienene Druckexemplar ist in jeder gut sortierten Buchhandlung um die Ecke (für 6,90 Euro) erhältlich.

( »ecolog gefällt das!« )


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Film: ecosign Semesterpräsentation im Cinenova

Wir freuen uns einen kurzen Film über die letzte Semesterabschlusspräsentation im Februar 2011 zeigen zu können. Zwei mal im Jahr präsentieren die Studenten der ecosign im Kölner Kino „Cinenova“ vor einem großen Publikum ihre besten Arbeiten des vergangenen Semesters. Auch zum Beginn des Jahres 2011 waren wieder viele gute Arbeiten dabei und wie üblich wurde am Ende der Veranstaltung der Froschkönig – der Preis für die innovativste Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit – von der Akademieleitung an einen Studenten verliehen.


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Versorger sind Versager

Während in Japan ein Naturereignis mit schwerwiegenden Folgen zeigt, dass die Atomlobby und die Atompolitik seit Jahrzenten scheitert und der Bürger zunehmend resigniert — versucht Angela Merkel (Atompolitikerin und Kanzlerin) es mit dem Bonbon einer Untersuchung aller deutschen Meiler in der Hand zu halten.

Tobias Riedl von Greenpeace dazu:

Der Unfall in Japan zeigt, dass Atomkraft nirgends beherrschbar ist. Auch in Deutschland kann jederzeit ein schwerer Unfall passieren – es müssen nur mehrere negative Ereignisse zusammenkommen. Deshalb fordert Greenpeace von der Physikerin Angela Merkel, jetzt umzudenken und mit der Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke einen schwerwiegenden Fehler ihrer Amtszeit zu korrigieren.

Es entsteht national wie international eine neue Debatte um die Sicherheit von Atommeilern! Wir brauchen aber keine Debatte ohne Resultate und Einsicht! Seit mehr als 30 Jahren ist klar was Soziale, Ökologische und Ökonomische Verantwortung bedeutet und dass zukünftige Energiefelder neu definiert werden müssen! Auf die Straße — Abschalten — Mensch sein!

Wir möchten aufrufen der Initiative von linksunten zu folgen:

Am Montag, den 14. März von  17:00 – 20:00 Uhr auf dem Rudolfplatz in Köln aktiv gegen Atompolitik und Atomlobby zu agieren.

Eindrücke von der Demo: http://www.youtube.com/watch?v=UE4KAqxArNE


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Proportion trifft Proportion

ecolog_meurer_proportionen_07.jpg

Im Wintersemester 2010/2011 beschäftigte sich Selina Meurer an der ecosign unter der Leitung von Dipl. Des. Uwe Boden mit den Proportionen von Schrift und Körpern.

Dazu schreibt sie:

Manche Schriften sind wie Menschen. Die einen sind gradlinig und streng konstruiert, die anderen wirken eher schräg und verspielt.

Es gibt auch Schriften, wie die der Renaissance deren Proportionen natürlich und sehr lebendig sind. Das liegt daran, dass sie über ihre Erscheinung hinaus eine grundlegende Gemeinsamkeit mit dem menschlichen Körper haben. Sie genießen dasselbe Proportionsverhältnis: Das Harmoniegesetzt des Goldenen Schnitts.

Projiziert man die Formen einer Renaissanceschrift wie der Jenson auf den Mensch, so sieht man wie sich beide ergänzen und neue Formen entstehen. Diese Schriftprobe visualisiert die Verwandschaft der venezianischen Renaissanceantiqua mit der Körperlichkeit des Menschen. Neben der Bildsprache kommt die Typografie in einem integrierten Leporello zu Wort und erzählt die Besonderheiten der Adobe Jenson in Schnitten, Zeichen und Proportionen.

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Scharfsinn

Zu diesem Thema veranstalteten Frauke Schneider, Anna Jaissle und Julia Kröll ein Experiment, dass verschiedene Sinne anspricht und doch die selbe Ursache hat: Schärfe.

Scharfsinn – so lautete das letztjährige Motto für die Veranstaltung anlässlich des UNESCO Welttages der Philosophie an der ecosign/Akademie für Gestaltung. Weiterlesen »


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