Nach 106 Tagen und dem Austritt von über 800 Millionen Liter Öl wurde die Ölkrise im Golf von Mexiko zu einer der schlimmsten in der Geschichte. Nicht nur das sich die Dinge immer wiederholen (siehe Ölkatastrophe 1979 der Ölbohrplattform Sedco 135F ) sondern das selbst solche Ereignisse umweltfreundlichere Alternativen in den Hintergrund drängen zeigen aktuelle Reaktionen der Ölkonzerne. Der ehemalige BP Manager Doug Suttles betonte, dass man auch künftig Bohrungen im Golf von Mexiko nicht ausschließen will.
Nicht nur BP möchte dieses Denken weitertragen, auch die Folgen des Unternehmens Royal Dutch Shell , welches seit Jahren im Nigerdelta aktiv ist, sind alles andere als akzeptabel. Unzählige Flussläufe, Mangrovenwälder, fruchtbares Ackerland und die einst fischreichen Gewässer sind schwer geschädigt oder zerstört. Überirdisch verlegte Ölpipelines durchqueren Dörfer und verlaufen oftmals direkt vor den Hauseingängen. Das Öl sickert teilweise in das Grundwasser und bildet Seen in Größen von Fußballfeldern.
Mit der Guerilla Aktion aus dem Workshop „Visueller Widerstand“ unter der Leitung von Robert A. Schäfer soll die Gesellschaft darauf aufmerksam gemacht werden, dass doch sie es sind, die diese enormen Mengen an Öl fordern. Durch emotionale Ansteckflyer welche die bedrohten Tierarten wie den Braunen Pelikan, die Meeresschildkröte und andere Meeresbewohner thematisieren, soll der Konsument über seine „Teilschuld“ informiert werden. Seine Nachfrage ist es, die die Ölförderung nur weiter (oder doch tiefer?) vorantreibt und somit die nachfolgende Generation sich mit der nächsten Ölkatastrophe befassen darf/muss.


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Klasse. Noch besser wäre der Film, wenn Reaktionen von Kunden mit versteckter Kamera gefilmt / gezeigt würden, denn um die Konfrontation geht es ja insbesondere.
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