USE LESS von Nika Rams + Interview

USE LESS Stöpsel für die Steckdose - schützt vor Stromflut

Nika Rams studierte in Maastricht (NL) Produktdesign und machte dort 2008 ihren Abschluss zum Thema Nachhaltigkeit, obwohl dies kein Bestandteil ihres Studiengangs war. Ich durfte Nika kurz auf der „ökoRausch“ Messe 2009 in Köln kennenlernen und war direkt begeistert von ihren verschiedenen Lösungen um auf die Verschwendung unserer Ressourcen aufmerksam zu machen.

Unter dem Produktnamen „USE LESS“ (engl. für „verbrauche/benutze weniger“) versucht Nika auf lockere Art und Weise auf das Thema verschwenderisches Konsumverhalten im täglichen Leben aufmerksam zu machen. Ihre Arbeiten sollen beim Betrachter ein Bewusstsein für das Thema entstehen lassen und ihn gleichzeitig motivieren anders zu handeln.

Nika war so freundlich und hat mir per E-Mail einige interessante Antworten auf meine Fragen gegeben. Und zu gewinnen gibt es auch noch etwas!!!

Interview

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Nika Rams - Foto: Andreas Fischer / Wuppertal

Nika, erzähl mir etwas zu Deinem Werdegang und Studium

Wenn ich so zurückblicke, stelle ich fest, dass mich das Thema Design irgendwie schon immer fasziniert hat. Ich weiß nicht, ob es an meiner Bewunderung für Serienhelden wie MacGyver oder Daniel Düsentrieb lag =), oder an meinem verwurzelten, polnischen Drang alles zu hinterfragen und sich mit Hilfe von Improvisation das Leben leichter zu gestalten. Aber ich wusste schon relativ früh, dass ich eine art Erfinder werden wollte. Ich wählte also schon in der Schule den Kunst LK, machte während der Schulzeit ein Praktikum in einer Werkstatt bei einem Möbelmacher und nach meinem Abitur gleich noch ein Praktikum in einer Industrie Design Agentur. Schließlich studierte Produkt Design an der Kunstakademie in Maastricht und machte letztes Jahr (2008) meinen Abschluss. Seitdem bin ich selbstständig und arbeite als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Projekten mit. Zuletzt war das die ökoRausch 2008 und 2009 in Köln, oder auch Ursula Tischners Büro econcept, für das ich seit Anfang des Jahres tätig bin.

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Die Küchenrolle mit Perforation

Warum bist Du in die Niederlande gegangen?

Nun, da gab es gleich mehrere Gründe: Ich bin irgendwie ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Also hat es mich sowieso sehr gereizt ins Ausland zu gehen um einfach etwas Neues kennen zu lernen. Auf die Kunstakademie in Maastricht bin ich dann durch einen Freund aufmerksam geworden. Zuletzt war es aber auch die lockere niederländische Mentalität von der ich mir viel mehr Freiheiten und somit Raum für Kreativität versprach.

Das Thema Nachhaltigkeit war sicher nicht Teil Eures Studiengangs, oder?

Leider war das Thema Nachhaltigkeit in der Tat kein Bestandteil meines Studiums. Obwohl ich es sehr schade finde und der Meinung bin, dass dies ein Bestandteil eines jeden Studiengangs sein sollte, so war es aus künstlerischer Sicht auch ein Segen, dass man sich quasi unbelastet und somit völlig frei entfalten konnte.

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Nur das benutzen was man auch braucht …

Wie bist Du dann auf das Thema Nachhaltigkeit gekommen?

Nachhaltige Gestaltung zu machen war für mich quasi die einzig logische Schlussfolgerung nach meiner Recherche für meine Thesis. Während meines Studiums hatte ich hatte sehr viel Spaß und wusste, dass es das Richtige für mich war. Doch irgendwann – wie es in dem Alter wahrscheinlich so üblich ist – fing ich an mich nach einem „tieferen Sinn“ zu fragen. Warum machte ich eigentlich Design? – Ich war mir irgendwann einfach nicht mehr sicher, ob allein die Tatsache dass es mir Spaß machte und ich den Menschen durch meine Interpretation von Komfort das Leben erleichtern konnte, für eine “Genugtuung am Ende eines Lebens” reichen würde.

Also wollte ich sicher gehen, dass ich auch etwas Wichtiges und vor allem Sinnvolles tue und setzte mich in meiner Abschlussarbeit mit Fragen wie: ‘Warum Design?’, ‘Was wollen und vor Allem was brauchen Menschen wirklich?’, bis hin zu ‘Was ist Glück?’, auseinander.

Ich fand u.a. heraus, dass das was wir wollen und das was wir brauchen, nicht zwangläufig immer dasselbe ist, und dabei auch das Glück meistens auf der Strecke bleibt. Durch meine Recherche wurde ich auch auf einige Dinge und Gewohnheiten in unserer Gesellschaft aufmerksam, die mich die Richtigkeit unserer Lebensweise in Frage stellen ließen.

Tatsachen, dass 20% der industrialisierten Weltbevölkerung 80% aller Ressourcen verbrauchen, während die Reichtümer der Erde stetig schwinden und die Natur mit Klimawandel reagiert, sind mit Sicherheit nichts Neues mehr; vielmehr sind solche Informationen leider schon so abgestumpft, dass Menschen die wahren Konsequenzen und das Bewusstsein, dass sie etwas damit zu tun haben könnten, gar nicht mehr richtig an sich heran lassen.

Doch als mir bewusst wurde, dass ich als Designer direkten Einfluss auf jenes schädliche Konsumverhalten unserer Wegwerfgesellschaft hatte und ich im klassischen Verständnis von Design diese Maschinerie durch neue und vielleicht auch überflüssige Trends nur noch weiter unterstützen würde, habe ich beschlossen etwas dagegen zu tun und Design für eine “bessere” Sache zu instrumentalisieren.

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Taschentücher mit bekanntem T-Shirt Label das die Wertigkeit hervorhebt

Was bzw. wer waren Inspirationsquellen für deine Diplomarbeit?

USELESS. – Das war, auf den Punkt gebracht, die einzig logische Schlussfolgerung meiner Recherche. Ich habe also einfach konsequent versucht mit so wenig wie möglich, nur so viel wie nötig zu gestalten, um auf das Thema aufmerksam zu machen. So ist vom doppeldeutigen Titel bis zur Formwahl, bei der ich bewusst keine „neuen“ Formen geschaffen habe, Alles bis auf das Wesentliche reduziert. Auch der funktionale Rahmen ist auf die drei typischen Dinge die wir im täglichen Leben verbrauchen, herunter gebrochen.

Mein Ziel war es mit einer puren und schlüssigen Gestaltung Position zu beziehen um zu zeigen, dass man auch mit weniger Mitteln das Ziel erreicht

Würdest Du Deine Arbeiten also als „edukative“ Kunstobjekte bezeichnen?

Ja, das kann man so sagen. Als Produkte befinden sich meine Objekte ja eher in einer paradoxen Situation, da sie als solche ja eigentlich zum Gebrauch oder besser, zum “Konsum” anregen sollten. Genau das Gegenteil ist aber der Fall. Die eigentliche Funktion liegt also eher in der Auseinandersetzung mit dem Thema und dem Schärfen des Bewusstseins.

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Mein Favorit: der Wasserhahn mit PET-Schraubverschluss

Wie geht’s weiter? Hast Du nach dem Studium oder durch dein Diplom Jobangebote bekommen?

Nach meinem Studium bin ich direkt in eine Reihe von Ausstellungen und Messen hineingestolpert. Ich war überrascht, wie viel Anklang dieses Thema in der Außenwelt fand, weil es im Rahmen der Akademie doch eher die Ausnahme war. Aus einer Veranstaltung ergab sich so die Nächste und aus einem Projekt wiederum der nächste Job. So bin ich quasi völlig unvorbereitet in die Position einer “selbstständigen Designerin” hineingeraten. Und auch wenn es nicht einfach ist, bin ich im Endeffekt doch froh und dankbar dafür, dass ich jetzt schon in einer Position bin, in der ich mich eigentlich erst in ein paar Jahren gesehen habe… und Spaß macht es mir immer noch. =)

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Autsch!

Was genau bedeutet Nachhaltigkeit für Dich?

Ich glaube Nachhaltigkeit bedeutet für mich einfach Dinge zu Ende zu denken; mit offenen Augen durchs Leben zu gehen, zu hinterfragen und sich des Großen und Ganzen immer wieder bewusst zu werden. Die Konsequenzen des eigenen Handelns, im Guten, wie im Schlechten werden sich meiner Meinung nach viel zu selten zu Gemüte gezogen. Wir sind alle überfordert von unseren täglichen Pflichten, das dafür einfach kein Platz mehr bleibt. Gerade deshalb finde ich es so wichtig solchen Gedanken durch kleine Gesten auf die Sprünge zu helfen.

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Website

Gewinnspiel

Nika hat mir netterweise einen ihrer „Stöpsel“ zur Verfügung gestellt und diesen möchte ich hiermit gerne verlosen. Jeder, der einen Kommentar bis zum 3. Dezember 22:00 Uhr hier im Beitrag hinterlässt, nimmt automatisch an der Verlosung teil. Ich werde mit einem Zufallsgenerator den Gewinner ermitteln und schriftlich benachrichtigen. Stammautoren des ecologs sind von dem Gewinnspiel ausgeschlossen.

Natürlich würde ich mich (und Nika bestimmt auch) sehr darüber freuen, wenn Ihr auch weiterführende Gedanken zum Thema „Nachhaltigkeit“ und „verschwenderischer Umgang mit Ressourcen“ in den Kommentaren hinterlasst.


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13 Kommentare »

  1. Sebastian sagt:

    Großartig! Super Ideen und gute technische Umsetzung. Werde die Tage auch noch darüber schreiben…Grüße von Sebastian

  2. Michael sagt:

    Sehr schöne Arbeiten. Gefallen mir gut. Meine Favoriten sind das Küchentuch und das Tempotaschentuch. Und ich will den Stöpsel gewinnen ;-)

  3. Olli sagt:

    Wirklich schöne Arbeit! Am besten finde ich den stöpsel und den Wasser(flaschen)hahnverschluss!

  4. Mikail sagt:

    Wow, wie kann man nur so denken… echt schöne Gedanken.

  5. fan of green sagt:

    Super!

  6. Julia sagt:

    Eine tolle Arbeit! Jedes Produkt spricht für sich, das finde ich spannend in so einer Serie…kann man diese Küchenrolle irgendwo kaufen? ;-)

  7. Ina sagt:

    Ich habe die Arbeiten schon letzte Jahr auf der Ökorausch bewundern dürfen und vor allem auch die Leute, die sich die Arbeiten angesehen haben. Alleine diese unterschiedlichen und häufig verwirrten Reaktionen waren es wert. :P Die Serie ist wirklich ein Hingucker und lässt vor allem die Leute stutzig werden, die sich so schnell nicht freiwillig mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen.

    … und ich will den Stöpsel gewinnen :)

  8. Axel sagt:

    Super Ideen! Schließe mich da meinen Vorrednern an: Der Wasserhahnverschluss ist genial, die anderen Ideen auch nicht zu verachten.

  9. Steffetto sagt:

    Tolle Arbeiten!
    Die scheinbare Banalität und Nutzlosigkeit regt regt Phantasie und Umweltbewusstsein an und lässt schöne Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit entstehen.
    Wenn ich den Stöpsel gewinne, verspreche ich viel Strom zu sparen!

  10. Maxim sagt:

    Der Stöpsel könnte mich davor retten bei dem Versuch irgendwas in die
    Wasser-bedampfte Steckdose direkt über dem Herd einzustecken getötet zu werden

  11. [...] den „Stöpsel“ gewonnen hat, sehr Ihr in diesem [...]

  12. Mikail sagt:

    oh mann, wieso hat der generator keine 4 ausgespuckt…

    :( ((((

  13. Elmar sagt:

    Freut euch auf Nika als neue Dozentin an der ecosign :)

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mogli

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Die Ästhetik der Nachhaltigkeit

© encore

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»Lange Zeit war Öko-Mode gleichbedeutend mit “naturbelassen”, “keine Chemie” und „grün-alternativ“. Wenn man von einer ökologisch motivierten Ästhetik sprechen konnte, dann fand man sie am ehesten in den Nischen der Eine-Welt-Läden. Inzwischen ist längst klar: Plastik ist ökologisch manchmal besser als Jute. Gleichzeitig sind globale Themen wie der Klimawandel und die weltweite Ressourcenknappheit im politischen Mainstream angekommen. Verändern sich dadurch auch ästhetische Einstellungen? Schließlich spiegelt sich ein gesellschaftlicher Wertewandel immer auch im Design und der Mode. Gibt es eine neue Ästhetik der Nachhaltigkeit? Und was macht sie aus? « Quelle: SWR

Es diskutieren:
Bernd Draser, Philosoph, Ecosign/Akademie für Gestaltung, Köln
Prof. Nina Gellersen, Designerin, Hochschule Luzern
Mateo Kries, Chefkurator des Vitra Design Museums, Weil am Rhein
Gesprächsleitung: Gábor Paál

Hier gehts zum AudioBeitrag


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Zum Abschluss

Im ecosign-Projekt »Zum Abschluss« war es die Aufgabe, einen Diplom-Katalog für die Absolventen des Studiengangs Bildende Kunst der Alanus Hochschule zu gestalten. Daniel Hyngar ging es dabei vor allem darum, dem individuellen Künstler einen individuellen Platz zu schaffen. Dazu bekommt jeder Künstler ein eigenes Heft, auf dessen Vorderseite jeweils ein Ausschnitt des Kunstwerks zu sehen ist. Die Farbigkeit dieser unterschiedlichen Ausschnitte erzeugt durch die ausgestanzte Typografie in der Graupappe jeweils ein unterschiedliches, individuelles Bild.

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Typodarium 2012 ist da!

Wie jedes Jahr freuen wir uns über das kleine aber feine Druckwerk aus dem Verlag Hermann Schmidt Mainz und auch in diesem Jahr könnte das TYPODARIUM – der Abreisskalender für den echten „Typolover“ – das erste Produkt sein, dass Ihr diesmal schon im August frühzeitig in die noch leere Kiste in Eurem Schrank stellt um es dann an Weihnachten Eurem/Eurer Liebsten unter den Baum zu legen. Für das Jahr 2012 greifen Lars Harmsen und Raban Ruddigkeit mit voller Wucht in den Farbtopf mit der Aufschrift „Pussycolor“ – womit die Geschlechterfrage auch schon geklärt ist – Geile Fonts und Mädchenfarbe, für jede/n ist also was dabei.

Im Editorial lese ich, dass 2011 das erste Mal eine Jury darüber entschieden hat, welche Fonts 2012 in den Kalender kommen. Dies kann als klares Zeichen dafür gewertet werden, dass wohl immer bessere und vorallem immer mehr Fonts jedes Jahr eingereicht werden … das freut uns natürlich sehr – zeigt es doch, dass die Typoszene vielleicht sogar auf dem besten Wege zu einer neuen Hoch-Zeit ist.

Letztes Jahr habe ich hier angemerkt, dass eine Angabe über das verwendete Papier fehlte – dies wollte der Verlag für das kommende Jahr ändern – leider konnte ich auch diesmal keine Angabe dazu finden. Die Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs informierte sich jedoch bei der Langenscheidt-Druckerei und erfuhr, dass dort für den Druck des Typodariums ein Standard-Rollenpapier ohne Namen verwendet wird. Standard – ohne Namen – nagut – hier wäre es schön, wenn die Produzenten oder Verleger für das kommende Jahr die Chance beim Schopf ergreifen würden und vielleicht auch bei diesem Printprodukt (wenn es auch ein knapp kalkuliertes Produkt ist) den interessierten Typografen zeigen, was Papier so alles kann und wie reinweiß und haptisch aufregend im Jahr 2013 ein 100% Recyclingpapier sein kann. Denn immerhin wird hier ein Wegwerfprodukt vertrieben, bei dem jeden Tag ein kleines Blatt Frischfasern in irgendeinen Abfalleimer wandert. Es sei denn man nutzt die Sammelbox und hebt die Typokunstwerke auf!

Typodarium 2012

  • The Daily Dose of Typography
  • Abreißkalender zum Aufstellen oder Hängen
  • mit 366 Fonts von 252 Designern aus 32 Ländern und allen Feiertagen dieser Länder
    384 Blatt, zweiseitig bedruckt, schwarz und leuchtendes Magenta Format 8,5 x 12 cm, Verpackt in einer Sammelbox zum Archivieren der Schriftmuster
  • 16,80 €
  • www.typografie.de

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Good Goods?

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Wir danken Astrid Lorenzen für Ihren Gastbeitrag – eine Rückschau auf die goodgoods Messe für nachhaltigen Konsum 2011 in Hamburg

Vom 27. – 29.05. fand zum ersten Mal die goodgoods Messe für nachhaltigen Konsum in den Hamburger Messehallen statt. Mit 94 Ausstellern, davon viele Startups, hat sie einen Überblick über verschiedenste nachhaltiger Produkte gegeben. Schwerpunkte waren Fashion, Lebensmittel und Design. Institute wie EPEA, Dienstleister, Ökobanken wie die GLS Bank waren ebenso wie allgemeinnützige Vereine wie Viva con Agua oder BAUM vertreten.
Mit 10.000 Besuchern in den drei Tagen war die Messe gut besucht, was wohl nicht zuletzt an der Pressearbeit und der Ausgabe von zahlreichen Freikarten gelegen haben kann.

Bei dem Gang durch die Halle, fiel die große Anzahl an Limonadenanbietern auf: Fritzkola, Bios, Bionade und Lemonaid/Charitea. Bei Lemonaid gab es die Möglichkeit seine eigene Limonade aus den Originalzutaten Limetten, Rohrzucker (beides Fairtrade) und Wasser (Viva con Agua)selbst zusammenzumischen. Auf dem Fashion Cube, einem großen Sperrholzkubus um das ein Baugerüst aufgebaut war, fanden Schauen diverser Ecofashionlabel (u.a. Otto und Recolution) statt. Für Kinder gab es eine Bastelfläche und auf dem Forum konnte man sich Diskussionen und Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit anhören. Einzelne Aussteller stellten sich Fragerunden.

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Materialrevolution – Für eine nachhaltigere Zukunft

Mandeln

Vor ein paar Tagen bekam ich Post von Astrid Lorenzen aus Hamburg und sie bat mich auf folgende Veranstaltung hinzuweisen:

Sascha Peters, Autor des Buches „Materialrevolution“ sowie der Materialseite in der FORM kommt am 17.06.2011 nach Hamburg, um über neuartige und nachhaltige Materialien in Architektur und Design zu sprechen.

Schaumstoff aus Pilzen, Mode, die durch Bakterien organisch wächst, oder Fahrräder mit Bambusrahmen: Da inzwischen klar sein sollte, dass uns viele Rohstoffe zukünftig nur noch in begrenztem Rahmen zur Verfügung stehen, werden wir aus den Labors überhäuft mit neuen Materialien und Werkstoffkonzepten. Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde und für Politik wie Industrie das Zauberwort für eine bessere Zukunft. Wir stehen kurz vor einem gravierenden Wandel unserer Produktkultur, denn der umweltverträgliche Umgang mit Werkstoffen und das Denken in Materialkreisläufen ist bei uns als Konsumenten angekommen und wird in vielen Bereichen gar vorausgesetzt.

Designern und Architekten kommt im Zusammenhang mit dem Wandel der Material- und Produktkultur eine besondere Verantwortung zu. Denn sie sind es, die bei ihren Projekten die Auswahl der eingesetzten Werkstoffe treffen und damit entscheidenden Einfluss auf die Nachhaltigkeit unserer Produktwelt nehmen. Dr. Sascha Peters gibt mit seinem neuen Buch “Materialrevolution” einen Überblick zu den aktuell am Markt verfügbaren Materialien. Im Vortrag gewährt er einen Blick in die spannendsten Entwicklungen und zeigt auf, mit welche Werkstoffinnovationen wir die Zukunft in eine nachhaltigere Welt gestalten werden.

Vortrag „Materialrevolution – Für eine nachhaltigere Zukunft“

17. Juni 2011
betahaus Hamburg
ab 19:00 Uhr


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Kläre – Gemüseglück auf dem Balkon


»Kläre« ist ein Hügelbeetkasten, entstanden als Abschlussarbeit der ecosign von Anna Fankhaenel. »Kläre« orientiert sich in der Form an einem Hügelbeet aus der Permakultur, dadurch ergeben sich nicht nur Vorteile wie einen guten Wasser- und Wäremhaushalt um selbst in kühleren Jahreszeiten Gemüse zu ernsten, sondern die Form bietet auch fast doppelt soviel Anbaufläche wie ein handelsüblicher Blumenkasten.
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It’s a Book!

Simpel und wahr, daher ohne jeden weiteren Kommentar:

Das nun auch auf deutsch erschienene Druckexemplar ist in jeder gut sortierten Buchhandlung um die Ecke (für 6,90 Euro) erhältlich.

( »ecolog gefällt das!« )


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Film: ecosign Semesterpräsentation im Cinenova

Wir freuen uns einen kurzen Film über die letzte Semesterabschlusspräsentation im Februar 2011 zeigen zu können. Zwei mal im Jahr präsentieren die Studenten der ecosign im Kölner Kino „Cinenova“ vor einem großen Publikum ihre besten Arbeiten des vergangenen Semesters. Auch zum Beginn des Jahres 2011 waren wieder viele gute Arbeiten dabei und wie üblich wurde am Ende der Veranstaltung der Froschkönig – der Preis für die innovativste Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit – von der Akademieleitung an einen Studenten verliehen.


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Versorger sind Versager

Während in Japan ein Naturereignis mit schwerwiegenden Folgen zeigt, dass die Atomlobby und die Atompolitik seit Jahrzenten scheitert und der Bürger zunehmend resigniert — versucht Angela Merkel (Atompolitikerin und Kanzlerin) es mit dem Bonbon einer Untersuchung aller deutschen Meiler in der Hand zu halten.

Tobias Riedl von Greenpeace dazu:

Der Unfall in Japan zeigt, dass Atomkraft nirgends beherrschbar ist. Auch in Deutschland kann jederzeit ein schwerer Unfall passieren – es müssen nur mehrere negative Ereignisse zusammenkommen. Deshalb fordert Greenpeace von der Physikerin Angela Merkel, jetzt umzudenken und mit der Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke einen schwerwiegenden Fehler ihrer Amtszeit zu korrigieren.

Es entsteht national wie international eine neue Debatte um die Sicherheit von Atommeilern! Wir brauchen aber keine Debatte ohne Resultate und Einsicht! Seit mehr als 30 Jahren ist klar was Soziale, Ökologische und Ökonomische Verantwortung bedeutet und dass zukünftige Energiefelder neu definiert werden müssen! Auf die Straße — Abschalten — Mensch sein!

Wir möchten aufrufen der Initiative von linksunten zu folgen:

Am Montag, den 14. März von  17:00 – 20:00 Uhr auf dem Rudolfplatz in Köln aktiv gegen Atompolitik und Atomlobby zu agieren.

Eindrücke von der Demo: http://www.youtube.com/watch?v=UE4KAqxArNE


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Proportion trifft Proportion

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Im Wintersemester 2010/2011 beschäftigte sich Selina Meurer an der ecosign unter der Leitung von Dipl. Des. Uwe Boden mit den Proportionen von Schrift und Körpern.

Dazu schreibt sie:

Manche Schriften sind wie Menschen. Die einen sind gradlinig und streng konstruiert, die anderen wirken eher schräg und verspielt.

Es gibt auch Schriften, wie die der Renaissance deren Proportionen natürlich und sehr lebendig sind. Das liegt daran, dass sie über ihre Erscheinung hinaus eine grundlegende Gemeinsamkeit mit dem menschlichen Körper haben. Sie genießen dasselbe Proportionsverhältnis: Das Harmoniegesetzt des Goldenen Schnitts.

Projiziert man die Formen einer Renaissanceschrift wie der Jenson auf den Mensch, so sieht man wie sich beide ergänzen und neue Formen entstehen. Diese Schriftprobe visualisiert die Verwandschaft der venezianischen Renaissanceantiqua mit der Körperlichkeit des Menschen. Neben der Bildsprache kommt die Typografie in einem integrierten Leporello zu Wort und erzählt die Besonderheiten der Adobe Jenson in Schnitten, Zeichen und Proportionen.

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Scharfsinn

Zu diesem Thema veranstalteten Frauke Schneider, Anna Jaissle und Julia Kröll ein Experiment, dass verschiedene Sinne anspricht und doch die selbe Ursache hat: Schärfe.

Scharfsinn – so lautete das letztjährige Motto für die Veranstaltung anlässlich des UNESCO Welttages der Philosophie an der ecosign/Akademie für Gestaltung. Weiterlesen »


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