The Third & The Seventh

Achtung: Bitte im Vollbildmodus betrachten und zurücklehnen!

The Third & The Seventh from Alex Roman on Vimeo.

Alex Roman hat innerhalb von angeblich sieben Monaten ein Meisterwerk geschaffen. Sein Film „The Third & The Seventh“ illustriert architektonische Kunst aus photografischer Perspektive. Von abstrakt bis surreal muten die Häußer und Plätze an.

Und jetzt muss an dieser Stelle gesagt werden, dass Alex Roman ganz allein diesen Film mit dem Computer erstellt hat. Alle Szenen stammen aus der Renderingmaschine und den Programmen 3dsmax, Vray, AfterEffects und Premiere. Damit nicht genug, er hat ebenfalls die Musik dazu komponiert und gemischt, inspiriert u.a. vom „Karvenval der Tiere“.

Wer es noch nicht glaubt, schaut sich den zusätzlichen Breakdown an:

Compositing Breakdown (T&S) from Alex Roman on Vimeo.

Ein Making-Off soll demnächst auf der zugehörigen Internetseite abrufbar sein.

Website: http://www.thirdseventh.com/

Die Vimeo Seite zum Film gibt es hier unter http://vimeo.com/7809605

Ich persönlich habe nicht gewusst, dass 3D Rendering inzwischen so nah an der Realität dran ist. Sicher, Menschen und Tiere, Bewegungsabläufe von Korn und Bäumen sind noch sehr komplex, aber die Bildwelt überrascht mich doch sehr.

Danke, Alex Roman!

  • Veröffentlicht in Film, Fotografie, Medien von Tobias Battenberg
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    9 Kommentare

    1. marius
      Erstellt am 6. Januar 2010 um 11:21 | Permanent-Link

      unfassbar! ich kann nicht glauben, dass es sich hier um renderings handelt. das ganze ist eigentlich schon zu perfekt. aus diesem grund sind am ende vielleicht die vinylkratzer in der tonspur eingebaut. mir scheint es, als wolle er das analoge mit hilfe des digitalen lobpreisen.
      unglaubliche bilder.

    2. thomas
      Erstellt am 6. Januar 2010 um 16:15 | Permanent-Link

      Ich habe erst den Film geschaut und war beeindruckt von der filmischen Leistung. Gut, ich dachte mir, an einigen Stellen ist es gerendert… dann hab ich den restlichen Text gelesen und hat mich umgehauen. Klasse Film und Hut ab!

    3. Mikail
      Erstellt am 6. Januar 2010 um 19:28 | Permanent-Link

      einfach nur wow… das ist so harmonisch, fast märchenhaft… einfach nur schön.

    4. Michael
      Erstellt am 6. Januar 2010 um 22:59 | Permanent-Link

      Echt perfekt – Hammerfilm!
      Dermaßen realitätsnah hab ich sowas noch nicht gesehen (- bis auf die Windräder vielleicht). Ich will da mal hin – also in die Bibliothek meine ich…
      Danke für den Link!

    5. Karsten Rohrbeck
      Erstellt am 7. Januar 2010 um 10:46 | Permanent-Link

      Hurra hurra, die Realität lässt sich also klonen, kopieren, duplizieren.
      Welch’ Erkenntnis! Mittels analoger Patina preist Roman seine digitalen
      Künste – selbst den Zahn der Zeit weiß er zu simulieren und versteht
      mehrere Jahrzehnte Designgeschichte in Minuten abzubilden, nachzubilden,
      zu imitieren … Mimesis auf bisher ungesehenem Niveau. EyeCandyDeluxe.

      Mehr als das weiß mir dieses Filmchen zunächst nicht zu sagen und mir
      stellen sich eher Fragen: Warum wirds da ständig unscharf, scharf und
      wieder unscharf? Gut, auch Schärfentiefe/Tiefenschärfe-Verlagerungen
      weiß er zu simulieren. Einmal gesehen und man weiß es, es immer wieder
      sehen zu müssen, lässt mich zweifeln, ob nicht doch sein fiktives Objektiv
      ein Fokusproblem haben könnte. Oder ist auch das wieder perfekt nach-
      geahmter Realismus? (Abgesehen davon fehlt der digitalen Unschärfe immer
      noch der letzte Rest Realismus, weil sie von einer digitalen Schärfe abgeleitet
      ist, die kein Pendant im Realen hat.)

      Seit wann hängt man Polaroids zum trocknen auf die Leine? In welche der
      gezeigten Mittel- und Großformatkameras will er seinen Kleinbildfilm hinein
      bekommen? Hat er deswegen seine KB-Filme unbrauchbar gemacht und dem
      ›Tageslicht‹ seiner Rechenmaschine ausgesetzt? Warum müssen Bücher fliegen
      können? Sind sie denn wirklich nicht mehr als nur Partikelchen, die den starren
      architektonischen Raum beleben dürfen? Um diesen soll es hier nämlich wirklich
      gehen und dafür wird er fragmentiert und auf den Kopf gestellt, illuminiert
      und bis in die letzte Ecke zelebriert . . .

      Interessant für mich waren all die ›Zitate‹, also welche Motive er genau
      nachmodelliert hat. Mich erinnerten manche Szenen an Filme wie Gattaca,
      The Cell und andere, die hier seine Vorlage zu sein schienen, ganz neben
      den vielen berühmten Designklassikern aus dem Möbeldesign natürlich, den
      tollen Kamara-Modellen und Bibliotheken und Hörsälen. So erweist sich
      Romans Prinzip scheinbar als ideales Mittel der Archivierung bzw. besser
      als Konservierung kulturellen Materials (Wissen und die Welt selbst).
      Zum Ende hin war ich gar an die Museumsinsel Hombroich erinnert ;-)

      Besser als mittels der Fotografie könnte man mit derlei (bald auch virtuell
      begehbaren) Räumen, Dinge, Zustände, ganze Zeitalter vor dem Vergessen
      bewahren und für spätere Generationen zugänglich halten. Längst eingestürzte
      Gebäude, verschollene Schätze und zerfallene Bücher ließen sich erhalten.
      Willkommen auf dem Holodeck. (Konsequenter Weise fehlt dem Film denn
      auch jede Narration. Er zeigt und ist selbst ein Zustand des Nebeneinanders.
      Sowohl motivisch als auch die Kadrierung betreffend. Nicht mehr, aber auch
      nicht weniger! — Doch: ganz am Schluss tut sich was Fantastisches auf, da
      beweist er doch noch Mut zur Kreativität: Ein Gebäude, darin ein Baum, mit
      ihnen eine Wolke. Wie aus dem Nichts manifestiert sie sich und es bleibt die
      Frage: was war zuerst da? Ursache / Wirkung. Henne oder Ei?)

      Auffällig war für mich auch, dass er ›Architektur‹ auf Englisch statt ›architecture‹
      ›arquitecture‹ schreibt (»arquitecture as an art …«), ein Wort, das es so im
      Englischen gar nicht gibt. Im Spanischen kennt man ›arquitectura‹. Roman selbst
      ist Spanier, das mag ein Hinweis auf diesen kleinen verzeihlichen(?) Dreher sein.
      Typografisch gesehen ist dieser Satz hier leider eine einzige Katastrophe, bei aller
      sonst zu bewundernden Imitationskunst.

      Leider imitiert auch der Score nur die großen Vorbilder. Spätestens hier hätte
      ich mir mehr Mut gewünscht, eine eigene, differenziertere Aussage zu treffen.
      Insgesamt bleibt mir, dieses Filmchen als eines der besten Showreels der Branche
      zu sehen, in dem sich die digitale Nachahmungskunst selbst zelebriert (und
      damit leider auch nur ständig und wie autistisch um sich selbst dreht).

      Soll heißen: Mehr davon, aber bitte mit mehr Focus.

    6. Erstellt am 8. Januar 2010 um 11:28 | Permanent-Link

      …wahnsinnig gut!

    7. Nola
      Erstellt am 10. Januar 2010 um 11:25 | Permanent-Link

      Uff, für ein “Meisterwerk” das Filmchen verdammt langweilig. Keinerlei erkennbare Narration in Verbindung mit einschläfernder Loungemusik. Die gesammten 12:29 Minuten habe ich nicht ertragen.

    8. Michael
      Erstellt am 13. Januar 2010 um 00:40 | Permanent-Link

      stimme nola zu.

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