Im Wintersemester 2010/2011 beschäftigte sich Selina Meurer an der ecosign unter der Leitung von Dipl. Des. Uwe Boden mit den Proportionen von Schrift und Körpern.
Dazu schreibt sie:
Manche Schriften sind wie Menschen. Die einen sind gradlinig und streng konstruiert, die anderen wirken eher schräg und verspielt.
Es gibt auch Schriften, wie die der Renaissance deren Proportionen natürlich und sehr lebendig sind. Das liegt daran, dass sie über ihre Erscheinung hinaus eine grundlegende Gemeinsamkeit mit dem menschlichen Körper haben. Sie genießen dasselbe Proportionsverhältnis: Das Harmoniegesetzt des Goldenen Schnitts.
Projiziert man die Formen einer Renaissanceschrift wie der Jenson auf den Mensch, so sieht man wie sich beide ergänzen und neue Formen entstehen. Diese Schriftprobe visualisiert die Verwandschaft der venezianischen Renaissanceantiqua mit der Körperlichkeit des Menschen. Neben der Bildsprache kommt die Typografie in einem integrierten Leporello zu Wort und erzählt die Besonderheiten der Adobe Jenson in Schnitten, Zeichen und Proportionen.




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