Spiel / Kosmos – Vom Anfang der Gestaltung im Spiel

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Elmar Sanders Diplomarbeit ist das Spiel XAOΣ [ka:os]. Es entstand im Sommersemester 2008 und wurde mit dem Froschkönig – dem Preis für die nachhaltigste Arbeit im laufenden Semester der ecosign – ausgezeichnet. Die Diplomarbeit wurde betreut von Dipl. Des. Uwe Boden und Bernd Draser.

„Die Zeit ist ein spielendes Kind, Brettspiel spielend. Die Herrschaft gehört einem Kind“ – mit diesen Worten sprach der griechische Philosoph Heraklit über das Zusammenspiel von Kosmos und Chaos, von Werden und Vergehen, von Gestaltetem und Nicht-Gestaltetem, Bewegung und Erstarrung, das die Welt in Bewegung und Entwicklung hält.

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Die Vorstellung, dass erst die Auseinandersetzung mit dem Aufgelösten, Leeren, Chaotischen schöpferische Gestaltungsprozesse ermöglicht, ist dabei aber nicht auf die griechische Philosophie beschränkt: Von den Schöpfungserzählungen aus dem alten Testament, dem ägyptischen Kulturraum und der germanischen und griechischen Mythologie über die Metapher Christi vom Weizenkorn bis hin zu Friedrich Nietzsche und Joseph Beuys reichen die verschiedenen Formulierungen dieses urmenschlichen Archetyps.

Das Zusammenspiel von Kosmos und Chaos ist auch das Thema des Brettspiels XAOΣ [ka:os]. Das Spielziel an sich klingt zunächst nicht sonderlich spektakulär: Der Spieler, der zuerst mit seinen Figuren eine Runde um das fehlende Stück in der Spielfeldmitte gelaufen ist, gewinnt.
Doch die Spieler sind nicht unter sich auf dem Spielfeld: Von dem fehlenden Feld in der Mitte aus, das in meinem Spiel als Bildzeichen für das Chaos – die deutsche Schreibweise für den griechischen Begriff XAOΣ – fungiert und das sich durch alle Gestaltungsmedien hindurchzieht, breitet sich das Chaos aus und löst Stück für Stück den Spielkosmos in Nichts auf, indem Felder aus dem Spielraster entnommen werden – das Spiel wird unspielbar.

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Um das Chaos zu überwinden, müssen die Spieler mit ihren Figuren in Kooperationen treten, um in Gemeinschaft (Communitas) den Spielkosmos wiederherzustellen und neu zu gestalten.

So ergibt sich ein ständiges Abwägen zwischen dem Erreichen des eigentlichen, agonalen Spielziels und der Bewahrung des Spielkosmos an sich, der auf Dauer nur erhalten werden kann, wenn die Spieler auch Verantwortung für das Funktionieren und Gestalten des Ganzen über-nehmen.

Nur wo ein gestaltendes Miteinander, Dialog und Kommunikation stattfinden, werden Leere und Anti-Struktur überwunden – im Mikrokosmos meines Spiels genauso wie im Makrokosmos des Lebens.

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Die Spielmaterialen – konzeptionelle und ökologische Plausibilität

Die Spielmaterialien der meisten aktuellen Brettspiele sind austauschbar, inhaltsleer und unökologisch: Plastikfigürchen und Cartoon-Spielbretter wohin das Auge reicht.
XAOΣ [ka:os] geht auch hier neue Wege, indem bei der Auswahl der Spielmaterialien (Filz und MDF-Holz) auf konzeptionelle und ökologische Plausibilität geachtet wurde.

Konzeptionelle Plausibilität
Eine wesentliche Eigenschaft von Filz ist seine wärmespeichernde und -spendende Wirkung. Filz schützt. Filz, so beschreibt es Joseph Beuys, ermöglicht „ein Wirken in der Kälte, Widerstand gegen Erstarrung, Abwehr gegenüber jeglichem Einfrieren“. Die Wärme, die Filz speichert, muss allerdings von außen kommen: Vom Menschen muss Wärme ausgehen, er muss etwas von sich geben und ausstrahlen, damit der Filz seine lebenerhaltenden, schützenden Eigenschaften entfalten kann. Analog dazu verhält es sich in meinem Brettspiel, wo die Spieler nicht einfach nur nutznießende Konsumenten, „Verbraucher“, des Spielkosmos sind, sondern diesem auch etwas geben müssen, damit er funktionieren kann: Sie müssen kommunizieren, Verbindungen eingehen und Verantwortung für das „große Ganze“ übernehmen, andernfalls löst sich der aus den Filzfeldern bestehende Spielkosmos auf und das Spiel ist zu Ende.

Sowohl Filz als auch MDF-Holz spiegeln in ihren Herstellungsprozessen desweiteren den philosophischen Ansatz des Spiels von der Gestaltung aus einem liminalen Zustand des Aufgelösten, Chaotischen wider: Strukturlose, ungeordnete Holz- bzw. Wollfasern verbinden sich („verfilzen“) durch den Einsatz von Wärme, Druck und Walkmitteln zu einer Art „Communitas“ oder Gemeinschaft, die neue Strukturen und Stärke bietet.

Ökologische Plausibilität
Filz wird aus Wollfasern (in meinem Fall Schafswolle, sonst auch Baumwolle) gewonnen. In meinem Spiel kommt hochwertiger, echter und unbehandelter Filz aus deutscher Merino-Schafswolle zum Einsatz, der größte Teil ist dabei sogar ungefärbt und behält die natürliche, weiße Farbe der Schafswolle. Dadurch, dass der Filz im Spiel in kleinen quadratischen Feldern mit einer Kantenlänge von jeweils drei mal drei Zentimeter zum Einsatz kommt, kann er aus Reststreifen gewonnen werden, die als Abfallprodukt beim Zuschneiden von großen Filzflächen zwangsläufig entstehen – auf diese Weise ist der Einsatz von Filz nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch plausibel.

Die Holzfasern, aus denen MDF-Platten bestehen, sind Reststoffe und bei Holzarbeiten angefallene Abfallprodukte: Das Fasergemisch besteht vor allem aus Sägespähnen, Hackschnitzel, Holzschwarten und Altholz.

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8 Kommentare »

  1. David Solbach sagt:

    Jeil!

  2. hanna sagt:

    schick, diego! schick!

  3. Marc Alex sagt:

    Außen eckig, innen rund!

  4. diekathy sagt:

    unglaublich gut!

  5. Martin sagt:

    Das Konzept klingt gut! Kann ich das Spiel irgendwo ansehen, ausprobieren oder auch kaufen? Wird es auf der Spielemesse in Essen vorgestellt oder ist es erst ein Prototyp?

  6. Elmar sagt:

    Ansehen geht – vom 6.November an drei Wochen im Museum für angewandte Kunst. Ausprobieren geht auch (vielleicht nicht grad im Museum). Ansonsten ist es aber erstmal ein Prototyp.

  7. hanna sagt:

    hallo elmar aka diego ;) , hab grad mal durch die kommentare gelesen und mich interessiert wie auch schon martin: hat sich aus deinem spiel eigentlich etwas entwickelt? oder bleibt es (vorerst?) nur ein prototyp? viele gruesse + bis bald mal wieder, hanna

  8. Elmar sagt:

    Vorerst bleibts beim Prototyp… der Ernst des Lebens nach dem Diplom, du weisst schon… die lauen Studenten-Jahre sind vorbei ;)

    Aber ich werde es wieder in meine Gute-Vorsatz-Liste 2010 aufnehmen, mich mal endlich um das Spiel zu kümmern!

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Die Ästhetik der Nachhaltigkeit

© encore

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»Lange Zeit war Öko-Mode gleichbedeutend mit “naturbelassen”, “keine Chemie” und „grün-alternativ“. Wenn man von einer ökologisch motivierten Ästhetik sprechen konnte, dann fand man sie am ehesten in den Nischen der Eine-Welt-Läden. Inzwischen ist längst klar: Plastik ist ökologisch manchmal besser als Jute. Gleichzeitig sind globale Themen wie der Klimawandel und die weltweite Ressourcenknappheit im politischen Mainstream angekommen. Verändern sich dadurch auch ästhetische Einstellungen? Schließlich spiegelt sich ein gesellschaftlicher Wertewandel immer auch im Design und der Mode. Gibt es eine neue Ästhetik der Nachhaltigkeit? Und was macht sie aus? « Quelle: SWR

Es diskutieren:
Bernd Draser, Philosoph, Ecosign/Akademie für Gestaltung, Köln
Prof. Nina Gellersen, Designerin, Hochschule Luzern
Mateo Kries, Chefkurator des Vitra Design Museums, Weil am Rhein
Gesprächsleitung: Gábor Paál

Hier gehts zum AudioBeitrag


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Zum Abschluss

Im ecosign-Projekt »Zum Abschluss« war es die Aufgabe, einen Diplom-Katalog für die Absolventen des Studiengangs Bildende Kunst der Alanus Hochschule zu gestalten. Daniel Hyngar ging es dabei vor allem darum, dem individuellen Künstler einen individuellen Platz zu schaffen. Dazu bekommt jeder Künstler ein eigenes Heft, auf dessen Vorderseite jeweils ein Ausschnitt des Kunstwerks zu sehen ist. Die Farbigkeit dieser unterschiedlichen Ausschnitte erzeugt durch die ausgestanzte Typografie in der Graupappe jeweils ein unterschiedliches, individuelles Bild.

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Typodarium 2012 ist da!

Wie jedes Jahr freuen wir uns über das kleine aber feine Druckwerk aus dem Verlag Hermann Schmidt Mainz und auch in diesem Jahr könnte das TYPODARIUM – der Abreisskalender für den echten „Typolover“ – das erste Produkt sein, dass Ihr diesmal schon im August frühzeitig in die noch leere Kiste in Eurem Schrank stellt um es dann an Weihnachten Eurem/Eurer Liebsten unter den Baum zu legen. Für das Jahr 2012 greifen Lars Harmsen und Raban Ruddigkeit mit voller Wucht in den Farbtopf mit der Aufschrift „Pussycolor“ – womit die Geschlechterfrage auch schon geklärt ist – Geile Fonts und Mädchenfarbe, für jede/n ist also was dabei.

Im Editorial lese ich, dass 2011 das erste Mal eine Jury darüber entschieden hat, welche Fonts 2012 in den Kalender kommen. Dies kann als klares Zeichen dafür gewertet werden, dass wohl immer bessere und vorallem immer mehr Fonts jedes Jahr eingereicht werden … das freut uns natürlich sehr – zeigt es doch, dass die Typoszene vielleicht sogar auf dem besten Wege zu einer neuen Hoch-Zeit ist.

Letztes Jahr habe ich hier angemerkt, dass eine Angabe über das verwendete Papier fehlte – dies wollte der Verlag für das kommende Jahr ändern – leider konnte ich auch diesmal keine Angabe dazu finden. Die Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs informierte sich jedoch bei der Langenscheidt-Druckerei und erfuhr, dass dort für den Druck des Typodariums ein Standard-Rollenpapier ohne Namen verwendet wird. Standard – ohne Namen – nagut – hier wäre es schön, wenn die Produzenten oder Verleger für das kommende Jahr die Chance beim Schopf ergreifen würden und vielleicht auch bei diesem Printprodukt (wenn es auch ein knapp kalkuliertes Produkt ist) den interessierten Typografen zeigen, was Papier so alles kann und wie reinweiß und haptisch aufregend im Jahr 2013 ein 100% Recyclingpapier sein kann. Denn immerhin wird hier ein Wegwerfprodukt vertrieben, bei dem jeden Tag ein kleines Blatt Frischfasern in irgendeinen Abfalleimer wandert. Es sei denn man nutzt die Sammelbox und hebt die Typokunstwerke auf!

Typodarium 2012

  • The Daily Dose of Typography
  • Abreißkalender zum Aufstellen oder Hängen
  • mit 366 Fonts von 252 Designern aus 32 Ländern und allen Feiertagen dieser Länder
    384 Blatt, zweiseitig bedruckt, schwarz und leuchtendes Magenta Format 8,5 x 12 cm, Verpackt in einer Sammelbox zum Archivieren der Schriftmuster
  • 16,80 €
  • www.typografie.de

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Good Goods?

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Wir danken Astrid Lorenzen für Ihren Gastbeitrag – eine Rückschau auf die goodgoods Messe für nachhaltigen Konsum 2011 in Hamburg

Vom 27. – 29.05. fand zum ersten Mal die goodgoods Messe für nachhaltigen Konsum in den Hamburger Messehallen statt. Mit 94 Ausstellern, davon viele Startups, hat sie einen Überblick über verschiedenste nachhaltiger Produkte gegeben. Schwerpunkte waren Fashion, Lebensmittel und Design. Institute wie EPEA, Dienstleister, Ökobanken wie die GLS Bank waren ebenso wie allgemeinnützige Vereine wie Viva con Agua oder BAUM vertreten.
Mit 10.000 Besuchern in den drei Tagen war die Messe gut besucht, was wohl nicht zuletzt an der Pressearbeit und der Ausgabe von zahlreichen Freikarten gelegen haben kann.

Bei dem Gang durch die Halle, fiel die große Anzahl an Limonadenanbietern auf: Fritzkola, Bios, Bionade und Lemonaid/Charitea. Bei Lemonaid gab es die Möglichkeit seine eigene Limonade aus den Originalzutaten Limetten, Rohrzucker (beides Fairtrade) und Wasser (Viva con Agua)selbst zusammenzumischen. Auf dem Fashion Cube, einem großen Sperrholzkubus um das ein Baugerüst aufgebaut war, fanden Schauen diverser Ecofashionlabel (u.a. Otto und Recolution) statt. Für Kinder gab es eine Bastelfläche und auf dem Forum konnte man sich Diskussionen und Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit anhören. Einzelne Aussteller stellten sich Fragerunden.

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Materialrevolution – Für eine nachhaltigere Zukunft

Mandeln

Vor ein paar Tagen bekam ich Post von Astrid Lorenzen aus Hamburg und sie bat mich auf folgende Veranstaltung hinzuweisen:

Sascha Peters, Autor des Buches „Materialrevolution“ sowie der Materialseite in der FORM kommt am 17.06.2011 nach Hamburg, um über neuartige und nachhaltige Materialien in Architektur und Design zu sprechen.

Schaumstoff aus Pilzen, Mode, die durch Bakterien organisch wächst, oder Fahrräder mit Bambusrahmen: Da inzwischen klar sein sollte, dass uns viele Rohstoffe zukünftig nur noch in begrenztem Rahmen zur Verfügung stehen, werden wir aus den Labors überhäuft mit neuen Materialien und Werkstoffkonzepten. Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde und für Politik wie Industrie das Zauberwort für eine bessere Zukunft. Wir stehen kurz vor einem gravierenden Wandel unserer Produktkultur, denn der umweltverträgliche Umgang mit Werkstoffen und das Denken in Materialkreisläufen ist bei uns als Konsumenten angekommen und wird in vielen Bereichen gar vorausgesetzt.

Designern und Architekten kommt im Zusammenhang mit dem Wandel der Material- und Produktkultur eine besondere Verantwortung zu. Denn sie sind es, die bei ihren Projekten die Auswahl der eingesetzten Werkstoffe treffen und damit entscheidenden Einfluss auf die Nachhaltigkeit unserer Produktwelt nehmen. Dr. Sascha Peters gibt mit seinem neuen Buch “Materialrevolution” einen Überblick zu den aktuell am Markt verfügbaren Materialien. Im Vortrag gewährt er einen Blick in die spannendsten Entwicklungen und zeigt auf, mit welche Werkstoffinnovationen wir die Zukunft in eine nachhaltigere Welt gestalten werden.

Vortrag „Materialrevolution – Für eine nachhaltigere Zukunft“

17. Juni 2011
betahaus Hamburg
ab 19:00 Uhr


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Kläre – Gemüseglück auf dem Balkon


»Kläre« ist ein Hügelbeetkasten, entstanden als Abschlussarbeit der ecosign von Anna Fankhaenel. »Kläre« orientiert sich in der Form an einem Hügelbeet aus der Permakultur, dadurch ergeben sich nicht nur Vorteile wie einen guten Wasser- und Wäremhaushalt um selbst in kühleren Jahreszeiten Gemüse zu ernsten, sondern die Form bietet auch fast doppelt soviel Anbaufläche wie ein handelsüblicher Blumenkasten.
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It’s a Book!

Simpel und wahr, daher ohne jeden weiteren Kommentar:

Das nun auch auf deutsch erschienene Druckexemplar ist in jeder gut sortierten Buchhandlung um die Ecke (für 6,90 Euro) erhältlich.

( »ecolog gefällt das!« )


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Film: ecosign Semesterpräsentation im Cinenova

Wir freuen uns einen kurzen Film über die letzte Semesterabschlusspräsentation im Februar 2011 zeigen zu können. Zwei mal im Jahr präsentieren die Studenten der ecosign im Kölner Kino „Cinenova“ vor einem großen Publikum ihre besten Arbeiten des vergangenen Semesters. Auch zum Beginn des Jahres 2011 waren wieder viele gute Arbeiten dabei und wie üblich wurde am Ende der Veranstaltung der Froschkönig – der Preis für die innovativste Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit – von der Akademieleitung an einen Studenten verliehen.


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Versorger sind Versager

Während in Japan ein Naturereignis mit schwerwiegenden Folgen zeigt, dass die Atomlobby und die Atompolitik seit Jahrzenten scheitert und der Bürger zunehmend resigniert — versucht Angela Merkel (Atompolitikerin und Kanzlerin) es mit dem Bonbon einer Untersuchung aller deutschen Meiler in der Hand zu halten.

Tobias Riedl von Greenpeace dazu:

Der Unfall in Japan zeigt, dass Atomkraft nirgends beherrschbar ist. Auch in Deutschland kann jederzeit ein schwerer Unfall passieren – es müssen nur mehrere negative Ereignisse zusammenkommen. Deshalb fordert Greenpeace von der Physikerin Angela Merkel, jetzt umzudenken und mit der Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke einen schwerwiegenden Fehler ihrer Amtszeit zu korrigieren.

Es entsteht national wie international eine neue Debatte um die Sicherheit von Atommeilern! Wir brauchen aber keine Debatte ohne Resultate und Einsicht! Seit mehr als 30 Jahren ist klar was Soziale, Ökologische und Ökonomische Verantwortung bedeutet und dass zukünftige Energiefelder neu definiert werden müssen! Auf die Straße — Abschalten — Mensch sein!

Wir möchten aufrufen der Initiative von linksunten zu folgen:

Am Montag, den 14. März von  17:00 – 20:00 Uhr auf dem Rudolfplatz in Köln aktiv gegen Atompolitik und Atomlobby zu agieren.

Eindrücke von der Demo: http://www.youtube.com/watch?v=UE4KAqxArNE


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Proportion trifft Proportion

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Im Wintersemester 2010/2011 beschäftigte sich Selina Meurer an der ecosign unter der Leitung von Dipl. Des. Uwe Boden mit den Proportionen von Schrift und Körpern.

Dazu schreibt sie:

Manche Schriften sind wie Menschen. Die einen sind gradlinig und streng konstruiert, die anderen wirken eher schräg und verspielt.

Es gibt auch Schriften, wie die der Renaissance deren Proportionen natürlich und sehr lebendig sind. Das liegt daran, dass sie über ihre Erscheinung hinaus eine grundlegende Gemeinsamkeit mit dem menschlichen Körper haben. Sie genießen dasselbe Proportionsverhältnis: Das Harmoniegesetzt des Goldenen Schnitts.

Projiziert man die Formen einer Renaissanceschrift wie der Jenson auf den Mensch, so sieht man wie sich beide ergänzen und neue Formen entstehen. Diese Schriftprobe visualisiert die Verwandschaft der venezianischen Renaissanceantiqua mit der Körperlichkeit des Menschen. Neben der Bildsprache kommt die Typografie in einem integrierten Leporello zu Wort und erzählt die Besonderheiten der Adobe Jenson in Schnitten, Zeichen und Proportionen.

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Scharfsinn

Zu diesem Thema veranstalteten Frauke Schneider, Anna Jaissle und Julia Kröll ein Experiment, dass verschiedene Sinne anspricht und doch die selbe Ursache hat: Schärfe.

Scharfsinn – so lautete das letztjährige Motto für die Veranstaltung anlässlich des UNESCO Welttages der Philosophie an der ecosign/Akademie für Gestaltung. Weiterlesen »


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