Retrodesign Stylelab – Buchbesprechung

ecolog_retrodesign_007.jpg

Vor einigen Tagen bekam ich eine E-Mail vom Verlag Hermann Schmidt Mainz mit der Frage, ob ich das neu erschienene Buch „Retrodesign“ haben möchte und als Gegenleistung hier im ecolog darüber berichten würde. Natürlich habe ich da direkt zugesagt. Heute also kam das Buch an.

Die folgende Buchbesprechung widmet sich dem Buch in allen Facetten. Nicht nur dem Inhalt.

Der erste Eindruck

ecolog_retrodesign_004.jpg

Das Erste was mir auffiel war der „GoGreen“ Aufkleber auf dem Paket. Diese Versandmethode der DHL kostet zwar ein paar Cent mehr, jedoch werden laut DHL die durch den Transport entstandenen CO2-Emissionen nach einem zertifizierten Verfahren berechnet und durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Dies sind u.a. Solarenergieprojekte in Indien und Sri-Lanka usw.

Die Verpackung war darüber hinaus genau bemessen und nicht verschwenderisch im Umgang mit Papier und dem Platzbedarf im Transportwagen der Post.

ecolog_retrodesign_005.jpg

Nach dem Öffnen fiel mir, neben dem eigentlichen Buch eine persönlich an mich gerichtete Postkarte in die Hände. Das schafft Nähe. Prima.

Das Buch selbst wurde in eine dünne Plastikfolie geschweisst, die sich relativ leicht entfernen ließ. Danach fiel mir leider ein etwas unangenehmer Geruch auf. Eigentlich mag ich den Geruch von Druckfarben, allerdings war hier wohl noch ein Kunstledergeruch des Einbands für den beißenden Beigeschmack ausschlaggebend.

ecolog_retrodesign_001.jpg

Der Einband ist aus Kunstleder, der Buchschnitt ist schwarzem Tampondruck allseitig bedruckt. Auf der rechten Seite sind 18 Piktogramme in weiß abgebildet, die sich später in den Kapiteln des Buches wiederfinden lassen. Zur schwarzen Farbe auf dem Buchschnitt muss ich leider direkt Kritik anbringen. Die Farbe löst sich, sobald man mit dem Finger dagegen kommt – was nicht zu vermeiden ist. Dass dadurch der Daumen schwarz wurde merkt man spätestens dann, wenn man eine weiße Innenseite beim Umblättern vollgeschmiert hat. Das ist echt schade für solch einen Aufwand, der da offensichtlich betrieben wurde.

Inhalt

ecolog_retrodesign_006.jpg

… 70er-Jahre-Tapete, Schlaghose, VW Beetle?
Retrodesign ist mehr. Es ist Adaption, Abstraktion, Assoziation, Interpretation und Kreation. Es ist ein Spiel, das nur virtuos gespielt überzeugt: Wenn das Stilbildende der Epochen destilliert und transferiert wird. Achim Böhmer und Sara Hausmann nehmen Sie mit auf eine analytische Zeitreise, sie schärfen Ihren Blick durch raffinierte und überraschende Gegenüberstellungen. Vor allem aber geben Sie Ihnen ein kraftvolles Stylelab an die Hand, ein Destillat der Stile, Farben, Muster, Zeichen, charakteristischen Schriften, Layouts, Objekte und Bauten – als Grundlage für Ihr Retrodesign!

Das Buch beginnt mit fünf Aufmachern zum Thema „Was ist Retrodesign“. Retrodesign sei demnach also Zukunft, Systematik, Styling, Provokation und Leidenschaft.

Nach einleitenden Worten der Autoren werden drei Hauptunterteilungen und die Navigation über das Iconsystem genauer erklärt, Jedes Icon steht für einen Stil und das Thema ist unterteilt in „Retro Design“, „Retro Style“ und „Retro Review“ – Dies sind Gegenüberstellungen, Charakteristikanalysen und Zeitimpulse die uns damit nähergebracht werden.

Die Zuordnung der Stile findet man im Inhaltsverzeichnis. Nach dem Retro Preview (der Definition von Retro Design) beginnt der eigentliche und sehr ausführliche Überblick zum Thema Retrodesign. Großflächige Bilder, gepaart mit  aussagekräftigen Bildunterschriften bestimmen die Seiten. Bei der Schweizer Schule entdecke ich die wunderbar treffende Gegenüberstellung von einem Plakat für Olivetti aus den 1960er Jahren mit einer Imagebroschüre der Firma oerlikon aus dem Jahre 2007. Ich frage mich schnell was wann wohl besser war. Akzidenz Grotesk vs. Helvetica – Bold vs. Regular – 1960 vs. 2007. Schwer zu sagen, aber schön zu sehen. Mit solchen Gegenüberstellungen, die das Buch ausmachen, lernt man viel und gewinnt an Inspiration.

ecolog_retrodesign_003.jpg

Die Retrostyle Charakteristik im letzten Drittel muss sich leider den Formatgrenzen des Buches anpassen. Dadurch sind die vielen Beispiele nur noch recht klein abgebildet. Da es hierbei aber um eine Beschreibung der Charakteristiken geht, habe ich dank der ausführlichen Texte dafür gerne Verständnis.

Am Schluss offeriert das Buch noch einen ausführlichen Zeitstrahl, der an dieser Stelle wirklich jedem Leser der Lektüre klarmachen sollte: Retrodesign „hat nicht irgendwann mal stattgefunden“ – Retrodesign „kommt immer wieder“. Diese Erkenntnis wühlt auf und beruhig mich zugleich. Ich stelle mir mit einem Augenzwinkern vor, dass man damit demnächst jedes Layout irgendwie begründen könnte…

ecolog_retrodesign_002.jpg

Eine weitere inhaltliche Diskussion über das Thema Retrodesign möchte ich hier in der Buchbesprechung von meiner Seite aus nicht detailliert lostreten. Zudem gibt es schon viele andere Blogs die über den Inhalt diskutiert haben. Vielleicht aber in einigen Wochen, wenn ich das Buch und das Thema mehr verinnerlicht habe. Bestimmt wird Retrodesign auch im ecolog immer wieder Thema sein.

Grundsätzlich ist das Buch jedoch Pflichtlektüre für jeden, der sich inspirieren lassen will oder demnächst vielleicht ein Referat über eine Stilrichtung halten will.

Nachgeschmack

Grundsätzlich bin ich von dem Buch sehr angetan. Allerdings hätte ich noch ein paar Punkte auf der Enttäuschungsskala:

  • Die Veredelung färbt ab.
    Wie gesagt färbt die Tampondruckveredelung am Buchschnitt auf die Finger ab. Damit ist sie nicht nur überflüssig, sondern auch einfach fehl am Platz. Der hohe Preis ist dadurch unnötig hoch. Und wer hat schon gerne schwarze Flecken im Buch. Achja, und ich hab sie jetzt auch auf der ehemals weißen Tastatur!
  • Das Buch riecht unangenehm.
    Ich kann leider nicht sagen woher und wonach. Eventuell ist es die angesprochene Verarbeitung der Druckfarbe (über die ich keine Informationen finden konnte) und dem Kunsledereinband.
  • Das Papier. Ein wichter Teil des Nachgeschmacks.
    Das Impressum gibt eine Übersicht über die verwendeten Materialien aus denen das Buch gefertigt wurde. Gedruckt wurde es in der Universitätsdruckerei H. Schmidt Mainz auf Dacostern Papier (holzfrei, seidenmatt, Bilderdruck, 150g/m2). Das Papier ist hellweiß und quietscht. Aber es ist PEFC-Zertifiziert. PEFC ist neben FSC eine der größten Zertifizierungsmethoden für Wald und Bäume. Das “Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes” ist ein Waldzertifizierungssystem zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung unter Gewährleistung ökologischer, sozialer und ökonomischer Standards. So zumindest die Theorie. Das PEFC wurde von Vertretern der Forst- und Holzwirtschaft als Alternative zum FSC gegründet, da vielen Forstbetrieben der Kosten- und Bürokratieaufwand zu groß erschien. Aus Sorge um die Wirtschaftlichkeit der Betriebe wurde also ein eigenes Ökosiegel entworfen, dessen Vergabemethoden und die jährlichen stichprobenhaften Kontrollen keine glaubwürdige Zertifizierung darstellen. Pauschal werden Siegel einfach auf postalischem Weg zugestellt, ohne vorige Kontrolle – man beruft sich auf die Selbstkontrolle des Antragstellers oder ganze Bundesländer werden auf einen Schlag zertifiziert… Das klingt leider alles ein bisschen zu simpel. Von daher würde ich mir eine Verwendung von PEFC-Papier mit einer auf Nachhaltigkeit pochenden Begründung beim Hermann Schmidt Mainz Verlag in Zukunft nochmals genauer überlegen.

Fazit

Retrodesign Stylelab ist das Referenzobjekt zum Thema „Retrodesign“ – Einen ausführlicheren Überblick gibt es momentan nicht. Allerdings gibt es auch ein paar wenige, dennoch essentielle Punkte die mir noch nicht so gut gefallen und den positiven Gesamteindruck ein wenig trüben.

Schön ist, das der Verlag selbst schreibt:

„Die Abwärme, die beim Drucken dieses Buchs entstand, wurde konsequent zur Klimatisierung der Büroräume von Druckerei und Verlag genutzt. So können wir weitgehend auf fossile Brennstoffe verzichten – ein kleiner Beitrag zum besseren Klima…“

Zudem steht im Impressum das Zitat von Antoine de Saint-Exupéry:

„Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.“

Also: wir kaufen weiter gute Bücher beim Verlag Hermann Schmidt Mainz und der Verlag denkt noch mal über unsinnige Veredelungstechniken und öko-gerechte Papierwahl nach.

Die Zukunft sieht gut aus, den Daumen hoch!

ecolog_retrodesign_finger_001

Retrodesign Stylelab | Baukastensystem der Designcharakteristika | von Achim Böhmer und Sara Hausmann | 318 Seiten | 18 Designstile | 818 Abbildungen | Hardcover aus rotem Kunstleder mit Prägung und schwarzem Blattschnitt | Format 25,5 x 29 cm | Preis: 89,− €

Quellen:


Diskussionen


Kaufen*

*Wer über einen Affiliate-Link ein beliebiges Produkt im verlinkten Shop kauft, unterstützt den ecolog mit einem kleinen aber feinen Prozentsatz des (unveränderten) Kaufpreises. Aber bitte unterstützt auch Euren Händler um die Ecke!


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Votes, Durchschnitt: 3.60 von 5)
Loading ... Loading ...

Hinterlasse eine Antwort

Kühlschränke aus Ehrenfeld …

Der Bildband „Ehrenfeld“ entstand im Laufe eines ecosign-Projekts, in dem sich kreativ mit dem Kölner Stadteil Ehrenfeld ausseinander gesetzt werden sollte. Es handelt sich dabei um ein fotografisches Portrait über die Einwohner Ehrenfelds. Manuel Kniepe verzichtete jedoch darauf, Menschen zu fotografieren und abstrahierte die Portraitierung deshalb auf die Darstellung der jeweiligen Kühlschrankinhalte der Ehrenfelder.

Er stellte die These auf, dass der Inhalt eines Kühlschranks mehr über den Besitzer auszusagen vermag, als dies dem Foto eines, für uns fremden Menschen möglich wäre. Durch die Vielschichtigkeit und Tiefe eines jeden Kühlschrankes bietet sich hier großes Potential zum Erkennen von Unterschieden aber auch Gemeinsamkeiten – genauso wie diese auch immer von Mensch zu Mensch existieren.


Weiterlesen »


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Bisher keine Wertung)
Loading ... Loading ...

Begehbare Skulpturen


Weiterlesen »


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Votes, Durchschnitt: 4.20 von 5)
Loading ... Loading ...

Mors Florum

ecolog_hyngar_morsflorum_01.jpg

Sich seiner eigenen Vergänglichkeit und der Vergänglichkeit aller Dinge bewusst, machte sich der ecosign Student Daniel Hyngar unter der Leitung von Dipl. Des. Uwe Boden auf die Suche nach dem Wesen des Todes. Schnell merkte er, dass der Tod nicht zu begreifen sei und dass sein waghalsiges Unterfangen von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Eine göttliche Eingebung, ein Geistesblitz, oder wie auch immer man es in Worte zu fassen wünscht, brachte Daniel auf die Idee die Endlichkeit der Blume abzubilden, um damit auf schattenhaftem Wege seinem ursprünglichen Ziel doch noch ein Stück näher zu kommen.
Weiterlesen »


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (9 Votes, Durchschnitt: 4.11 von 5)
Loading ... Loading ...

6. Rheinisches Designsymposium

ecolog_designsymposium2010.jpg

Design und Nachhaltigkeit – Auswirkungen auf Unternehmen, Produkte und Kommunikation

Industrie- und Handelskammern im Rheinland, Zollverein Business.Services, Initiative Deutscher Designverbände und designertreff düsseldorf organisieren gemeinsam das 6. Rheinische Designsymposium für den Mittelstand in NRW.
Weiterlesen »


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Votes, Durchschnitt: 2.33 von 5)
Loading ... Loading ...

Typodarium 2011

ecolog_typodarium-2011.jpg

Das Typodarium 2011 ist erschienen.

Wer 2010 nicht zum Zuge kam, sollte sich beeilen! Der Abreißkalender war nämlich im letzten Jahr innerhalb kurzer Zeit (spätestens zur Adventszeit) komplett vergriffen!

Wie sich das für den ecolog gehört, wollte ich auch mal nachhaken auf was für einem Papier das Typodarium eigentlich gedruckt wird. Selbst die von mir sehr geschätzte Karin Schmidt-Friderichs konnte auf mein Bitten hin beim stellvertretenden Betriebsleiter von Langenscheidt (Abteilung Kalenderdruck) nur „Rollenpapier ohne Namen“ herausfinden. Das Impressum im Typodarium gibt leider auch keine weiteren Informationen preis. Ich glaube das könnte man besser machen.
Weiterlesen »


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Votes, Durchschnitt: 4.00 von 5)
Loading ... Loading ...

Visueller Widerstand

Nach 106 Tagen und dem Austritt von über 800 Millionen Liter Öl wurde die Ölkrise im Golf von Mexiko zu einer der schlimmsten in der Geschichte. Nicht nur das sich die Dinge immer wiederholen (siehe Ölkatastrophe 1979 der Ölbohrplattform Sedco 135F ) sondern das selbst solche Ereignisse umweltfreundlichere Alternativen in den Hintergrund drängen zeigen aktuelle Reaktionen der Ölkonzerne. Der ehemalige BP Manager Doug Suttles betonte, dass man auch künftig Bohrungen im Golf von Mexiko nicht ausschließen will.
Weiterlesen »


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (11 Votes, Durchschnitt: 4.09 von 5)
Loading ... Loading ...

Kleiner Relaunch 2010

ecolog_urlaub_2010.jpg

Der Urlaub ist vorbei – und wir haben dem ecolog eine mittelgroße Frischzellenkur in Form eines neuen Layouts verpasst. Wir hoffen natürlich, dass Ihr Euch zurechtfindet – für uns bedeutet das neue Layout, dass wir flexibler arbeiten können, mehr Platz für größere Bilder haben und die vielen Beiträge sichtbarer werden.

Die vielen Arbeiten, die wir im Blog bisher vorstellen durften, haben für uns einen hohen Stellenwert und wir möchten die Inhalte (die sonst kein anderer Blog im Internet bietet) natürlich auch so vielen Leuten wie möglich zugänglich machen.

Wir würden uns auch über mehr Feedback freuen. Funktionen dazu findet Ihr unter jedem Beitrag!
Und solltet Ihr mal eine Arbeit oder ein Thema finden das in den ecolog passt, scheut Euch nicht und meldet Euch bei uns über das Kontaktformular!

In den kommenden Wochen werden wir auch einige interessante Gastbeiträge schalten. Darunter Themen zu Design und Nachhaltigkeit. Wir sind auch schon sehr gespannt!

Beste Grüße

Das ecolog Team


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Votes, Durchschnitt: 4.33 von 5)
Loading ... Loading ...

Endpräsentation der ecosign/Akademie für Gestaltung

ecosign Cinenova - Endpräsentation

Veranstaltung am 28.07.2010 um 19:00 Uhr im cinenova

Wieder einmal geht ein erfolgreiches Semester zu Ende und wieder einmal präsentieren die Studenten der ecosign/Akademie für Gestaltung ihre besten Semesterarbeiten. Zum zweiten Mal jedoch in der neuen Location, dem cinenova in Köln-Ehrenfeld, welches nun mehr Platz bietet. Zu sehen gibt es ein breites Spektrum an Produktdesign-, Kommunikationsdesign-, Foto- sowie Illustrationsarbeiten mit dem Schwerpunkt der nachhaltigen Gestaltung.

Köln-Ehrenfeld
Cinenova

www.ecosign.net


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Votes, Durchschnitt: 4.17 von 5)
Loading ... Loading ...

Ende der Märchenstunde

ecolog_maerchenstunde.jpg

Ende der Märchenstunde:
Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt

Die trendige Grafik des Covers, eine Öko-Optik die keine ist und ein aktuelles Thema versprechen einen interessanten Inhalt, der einem die Augen öffnen könnte im Sumpf des Greenwashings und Marketing-Jungels. Kathrin Hartmanns Buch ist ein 360-Seiten-Schinken, der den Lohas (kurz für: Lifestyle of health and sustainability) und Lifestyle-Ökos auf den Zahn fühlt.
Weiterlesen »


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Votes, Durchschnitt: 3.67 von 5)
Loading ... Loading ...

Der Städter und das Dorf

In seiner Fotoarbeit „Der Städter und das Dorf“ inszenierte sich Johannes Hessel als verschiedene stereotypische Städter in verschiedenen stereotypischen ländlichen Umgebungen.

Dabei kommt es zu einem Zusammenspiel der Person und des Ortes, die auf den ersten Blick nicht zusammen zu passen scheinen. Erving Goffman beschreibt in seinem Buch „Wir all spielen Theater“ wie man Theaterterminologien auf soziale Interaktionen anwenden kann um diese zu analysieren.
Johannes Hessels Inszenierungen kann man in die Bereiche „Erscheinung“ der Person und das „Bühnenbild“ aufteilen, wie Goffman das Auftreten des Handelnden und den Ort an dem er sich befindet, nennt.
Weiterlesen »


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (17 Votes, Durchschnitt: 3.94 von 5)
Loading ... Loading ...

Zögling

Michael Marks beschäftigte sich letztes Semester intensiv mit den vielschichtigen Prozessen einer Vater-Sohn-Beziehung: Die Nähe, die Ferne, dem Loslösen und dem Freikämpfen. Entstanden ist ein illustriertes Buch, das eine teils autobiografische, teils fiktive Geschichte erzählt …
Weiterlesen »


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (13 Votes, Durchschnitt: 4.23 von 5)
Loading ... Loading ...

Gehen & drehen

Spiele bringen unterschiedliche Menschen an einen Tisch. »Gehen & Drehen« auch unterschiedliche Hersteller …

»Gehen & Drehen« ist ein Spiel für vier. Für Familien und Freunde. Für Klein und Groß. Für Taktiker und Glückswürfler. – Es ist lose angelehnt an das traditionelle »Mensch ärgere dich nicht«, und von Kathrin Fach und Karsten Rohrbeck um etwas »Ärger-Potenzial« erleichtert. Die Regeln sind sehr einfach und passen auf eine DIN-A4-Seite.
Weiterlesen »


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Votes, Durchschnitt: 3.80 von 5)
Loading ... Loading ...