
Anna Süß gestaltete im Sommersemester 2008 im Kurs „Regenwald“ eine Plakatreihe, die von der Tropenwaldstiftung „OroVerde“ unterstützt wurde. Unter der Kursleitung von Susanne Lechner stellt Anna Süß Ursache & Wirkung direkt gegenüber.

Entscheide Dich beim Kauf von Kaffee für Fair-Trade-Produkte. Diese werden nachhaltig angebaut und schädigen nicht den Regenwald.

Viele unserer Alltagsprodukte werden aus Tropenholz hergestellt. Achte deshalb beim Kauf von Holzprodukten auf das FSC-Siegel. Holz mit diesem Siegel stammt aus nachhaltigem Anbau.

Für die Produktion des Tierfutters Soja wird Regenwald zerstört. Um den Regenwald zu schützen, entscheide Dich beim Kauf von Fleisch für Biofleisch, denn bei der Produktion werden nur Futtermittel aus der Region verwendet.

Jeder 5. Baum wird zu Papier verarbeitet. Um den Regenwald zu schützen, entscheide Dich beim Kauf für Recyclingpapier, dieses wird zu 100% aus Alltpapier hergestellt.

Für Klopapier aus Frischfasern wird Regenwald zerstört. Um den Regenwald zu schützen, entscheide Dich beim Kauf von Klopapier für Recyclingpapier, denn dieses besteht zu 100% aus Altpapier.
„Wir leben in einer globalisierten Welt. Unser täglicher Konsum hat Auswirkungen auf weit entfernte Regionen dieser Erde. Eine dieser Regionen ist der tropische Regenwald, woher viele unserer Alltagsprodukte stammen. Für den Wald hat unser Hunger auf immer neue Konsumgüter fatale Folgen. Täglich werden große Flächen für die Produktion unserer Alltagsgegenstände gerodet. Doch dieser Teil der Produkterzeugung liegt außerhalb unseres Bewusstseins.
In meiner Arbeit thematisiere ich diese großen globalen, schwer zu überblickenden Zusammenhänge. Ich habe Fotos gemacht, die ungewöhnliche Dimensionen zeigen. In den Makroaufnahmen treffen Alltagsgegenstand und Zerstörung direkt auf einander. Der Kreislauf von Produktion und Konsum wird geschlossen, somit stehen sich Ursache und Wirkung direkt gegenüber. Der Betrachter erkennt, was sein ganz persönliches Handeln mit der der globalen Waldzerstörung zu tun hat.
Neben dem Aspekt der Aufklärung, war es mir wichtig eine mögliche Handlungsanweisung zu geben. Befolgen wir diese kleinen Tipps in unserem Alltag, wird es uns möglich sein, weiterhin zu konsumieren ohne dabei die, auch für uns, so wichtigen Regenwälder unserer Erde zu zerstören.“


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