Im Kurs „Heimat“ widmete sich Lukas Dümer unter der Leitung von Dipl. Des. Sabrina Lyhs der Kneipe „Ponderosa“. Entstanden ist folgende Fotostrecke…
















„Seit über 20 Jahren betreibt die Wirtin Kathrin ihre Kneipe „Ponderosa“. Früher hat sich die Kneipe von anderen dadurch unterschieden, dass verschieden Biersorten zur Auswahl standen. Heute sind die Gäste jeden Tag die gleichen und trinken auch jeden Tag das selbe Bier. Die anderen Sorten sind überflüssig geworden, genau wie eine ausgiebige Speisekarte. Ein Blatt Papier klärt den Gast über das komplette Sortiment auf: „Bockwust mit Toast“.
Die Menschen in der Kneipe wirken wie eine Familie, ein Freundeskreis, eben wie eine eigene kleine Gesellschaftsform. Wenn Stille herrscht, und man nur noch die Schlager im Hintergrund hört, hat man das Gefühl sie müssten nicht reden, weil sie sich alles schon einmal gesagt haben oder beschlossen haben es sowieso niemals zu erwähnen.
In der Ponderosa scheint die Zeit still zu stehen. Wenig hat sich in den letzten 20 Jahren an der Einrichtung geändert, die ehemals besetzten Tische stehen immer noch im hinteren Teil der Kneipe. Sie sind sauber, auf jedem stehen ein leerer Aschenbecher und Blumen aus Plastik. Fast so als würden gleich Gäste herein kommen, gute Laune mitbringen und ein Bier aus München oder Düsseldorf ordern. Aber leider bleiben sie aus. Nur Karneval wird die Musik über Zimmerlautstärke gedreht und es wird getanzt statt an der Bar gesessen. Dann kommen auch Gäste die das Jahr über die Kneipe meiden. Normalerweise passiert jeden Tag das gleiche. Mittags kommen die ersten Gäste, essen vielleicht eine Bockwurst. Sicher ist dass sie sich ein Kölsch bestellen. Der ein oder andere Berufstätige kommt später dazu, ärgert sich über das Tagesgeschäft, setzt sich und bekommt ein Kölsch gebracht. Die Kneipe verbindet die Menschen miteinander. Sie ist ein Ort der Zusammenkunft, Erinnerung und sicher auch ein Stück kölsche bzw. deutsche Kultur. Neben den Bars, Clubs und Lounges des 21. Jahrhunderts wirkt die Ponderosa altbacken und es ist verständlich dass sich keine Menschen hierher verirren. Für die Wirtin und ihre Gäste jedoch ist sie ein Stück Heimat.“


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Spitze
Ja, tolle Bilder!
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die bilder find ich absolut top!.. sie transportieren den traurigen Inhalt perfekt. Die Typografie hingegen finde ich (besonders wohl weil man sie hier nicht lesen kann) absolut fehl platziert.
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