Zum eigenständigen Fotografen in Etappen

›Im Stil von Cindy Sherman‹, Studentin: Lilian Schneider, Foto2, SoSe09
Das Semester ist zu Ende. Und damit einher kommt die ein’ oder and’re Projekt-Arbeit, die Beachtung verdient. Aber auch in den so genannten Grundlagen-Modulen eines Studiums, können die Kreativen von morgen zeigen, welches Potenzial schon in ihnen steckt. In dieser Hinsicht positiv aufgefallen sind in den letzten Monaten die Arbeiten aus dem ecosign-Kurs »Foto II«. Sie demonstrieren bereits die unterschiedlichen Herangehensweisen an einheitliche Aufgabenstellungen durch Gestalter mit Mut zur Eigenständigkeit.

›Selbstinszenierung‹, Studentin: Pina Kohnen, Foto2, SoSe09
An der ecosign in Köln kann man schwerpunktmäßig Kommunikations- und Produktdesign sowie Fotografie studieren. Das geht alles parallel oder auch durcheinander. Die Wege sind da keineswegs ›betonfest vorgetrampelt‹. Wie die anderen Kreativ-Schwerpunkte, gliedert sich auch das Fotografie-Studium in auf einander aufbauende Stufen: fototechnische und fotogeschichtliche Grundlagen werden in »Foto I« sowie dem Lochkamera-Workshop vermittelt. Im Kurs »Foto II« erproben wir die fotografischen Mittel daraufhin, inwieweit sich mit ihnen Motive angemessen abbilden, und eventuell auch ›neue Bildwelten‹ schaffen lassen. Hierzu gilt es, sich mit Parade-Disziplinen der Fotografie zu befassen, wie etwa: Portrait, Sequenz, Selbstinszenierung und Im Stil von . . .





›Persönliches Umfeld‹ (5 von 7), Studentin: Natascha Ungereit, Foto2, SoSe09
An den Übungen zu diesen Themen und unter der Anleitung von Thomas Zika, lernen wir: Bilder sind vielfach codiert. Gestalter (Fotografen sind Bild-Gestalter) müssen diese Codes zumindest erkennen, bestenfalls beherrschen. Neben dem ohnehin allgegenwärtigen motivischen Blick, geht es also darum, das Sensorium für die ›Sprache der Bilder‹ zu entwickeln.
Was wir sehen, ist nur gleich viel bedeutsam, wie das ›Wie‹ des Dargestellten. Neben dem Erkennen des Motivs, steht gleichranging die Analyse und bewusste Wahl der Mittel zur Inszenierung dessen: Ausleuchtung, Bildkomposition, Motivabstand, Blendenwahl, Aufnahmemedium, Farbigkeit, Format, Anschnitt, Nachbearbeitung, Ausgabe und einiges mehr.



›Im Stil von Karl Blossfeldt‹, Student: Karsten Rohrbeck, Foto2, SoSe09
Auch die Frage, ob die Fotografie an sich das geeignete Medium für ein bestimmtes Thema sei, sollten wir uns stellen können. Die eigene künstlerische Freiheit sollte schließlich nicht durch etwaige technische Vorlieben eingeschränkt werden. So kann es sich erweisen, dass man dem einen oder anderen Thema mehr gerecht wird, wenn man es einmal über das Foto bzw. eine Fotostrecke hinaus denkt und umsetzt (Beispiel mehrdimensionale / multimediale Raum-Installation etc.). Das sind dann aber schon Überlegungen für das letzte Modul, »Foto III«, nachdem man sich mit den ›Basics‹ vertraut gemacht und mit ›Gut‹ bestanden hat.






›Sequenz‹, Studentin: Zeinab Bala, Foto2, SoSe09
Für mich persönlich war der Lerneffekt durch die sogenannten II-er-Kurse (»Foto II« / »Typo II« / »PD II«) bisher immer mit am größten. Sie bieten enge Vorgaben und verlangen einem viel Auseinandersetzung ab. Und außerdem: sie lassen einen auch bereits spüren, wie ›frei‹ man sein könnte, wie ›frei‹ man sein sollte, wie ›frei‹ man tatsächlich eigentlich ist und inwiefern sich eine künstlerische Freiheit angemessen kanalisieren ließe. Diese Kriterien machen die II-er-Module zu einer Herausforderung für sich. Wie so oft, zeigt sich denn auch hier: durchhalten lohnt sich! Die Lern-Erfolge jedes Einzelnen, so denke ich, sprechen dafür.
Karsten Rohrbeck


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Da hat der Karsten seine eigene Arbeit hochgeladen. MIT RECHT!
Es sollte öffter Arbeiten hier geben, die nicht aus Projekten (bzw. … III Kursen) kommen.
schön, was da entstanden ist. ich fänds toll, wenn die fotografie noch mehr
an stellenwert zulegt an der ecosign.
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