Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen wie man in unserer Welt in der es von digitalisierten Dingen nur so wimmelt, dennoch mit sehr wenigen analogen Mitteln beeindruckende Kunst schaffen kann. Die 24 jährige ukrainische Künstlerin Kseniya Simonova zeichnet mit den Fingern auf einem großen Leuchttisch mit Sand und ein bisschen Wasser aus der Sprühflasche. Mal sind die Bilder positiv, also der Sand bestimmt die Zeichnung, mal aber auch negativ, also das Licht bestimmt das Bild.
Es sieht nach einer Menge Übung und Talent aus, so wie sie im Tempo der Musik mithält und nur mit einem kleinen Dreh der Hand mit 10 Fingern Bäume oder Pflanzen zeichnet.
In der ukrainischen Version der Talentshow „Das Supertalent“ scheinen keine Fussballergattin, kein Bruce Darnell und kein Pop-Titan in der Jury zu sitzen – hierzulande wäre Kseniya Simonova sicher nicht so weit gekommen – erinnern wir uns nur an Michael Hirte, den Mundharmonikaspieler. Kseniya Simonova sticht aus der sonstigen Pop-Masse deutlich hervor.
Mit ihrer achtminütigen Performance behandelt sie das Thema „2. Weltkrieg“ und damit das Leid der ukrainischen Bevölkerung durch die Besetzung der Deutschen (ca 11 Millionen Menschen – ein Viertel des ukrainischen Volkes – wurden in der Zeit ermordet) in einer bewundernswerten Dramatik und Symbolhaftigkeit. Einige Menschen aus dem Publikum kämpfen sogar mit den Tränen.
Spannend finde ich, dass die Bilder vergänglich sind. Jedes Bild brennt sich in die Köpfe ein, jedoch wechselt irgendwann die Musik und das Bild wird zu einem neuen Bild umgeformt – das alte Bild bleibt nicht erhalten, eigentlich ist das ganze auch eine Art Kurzfilm.
Am Ende schreibt Sie einen Satz in den Sand der in etwa beudetet „Du bist immer in der Nähe“.
Eine kleine inoffizielle Fanpage findet man unter http://www.kseniyasimonova.com



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Das ist äußerst beeindruckend! Sehr schöne Dynamik und Linienführung. Bin echt buff!
bewegend schön.
unglaublich gut.
Ich habe mal etwas ähliches gesehen, aber nicht in Echtzeit, als Performance und mit dieser Geschichte. Danke!
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