kaufDa – Marketing im Schlepptau der Nachhaltigkeit

Ein junges Startup-Unternehmen mit dem Titel „kaufDa“ wurde 2008 von vier Studenten gegründet mit dem Ziel, Werbeprospekte die jede Woche in unseren Briefkästen landen online zur Verfügung zu stellen.

Das ganze funktioniert, indem man auf der Website von „kaufDa“ in ein Eingabeformular seinen Ort oder seine Postleitzahl eingibt und schon werden einem die lokalen Werbeprospekte (meist im bekannten DIN A4 Format) per Flashplayer zum Blättern angezeigt. „KaufDa“ bedient sich also an den Prospekten, die in unsere Briefkästen wandern.

Auf der Unterseite „Was ist kaufDa“ bewerben die Jungunternehmer ihre Idee mit den Vorteilen des lokalen Einkaufens gegenüber einem Onlineeinkauf mit dem Wegfall der Lieferzeit, der Chance die Produkte vor dem Kauf anfassen zu können, einer Beratung im Geschäft und einer Sicherheit bei der Bezahlung. Sie wollen also den Einkauf im Laden um die Ecke wieder schmackhaft machen und helfen uns bequem herauszufinden, wo es welche Angebote gibt. Kein Wort zur Umweltverschmutzung durch verschwenderische Massenstreuung von Prospekten.

Irgendwann im Laufe des ersten Jahres kamen die vier Studenten auf die Idee, ihr Konzept mit Nachhaltigkeitsideen zu bereichern. Keine schlechte Idee, mag man meinen und somit wollte ich dem Treiben mal auf den Zahn fühlen.

bitte-keine-werbung-aufkleber

„kaufDa“ Umweltidee 1: „Bitte keine Werbung“-Aufkleber
Die Idee klingt logisch – Aufkleber an den Briefkasten und damit 33kg Papiermüll der durch Werbeprospekte jedes Jahr verursacht wird vermeiden – nur was passiert mit den Prospekten wenn sie nicht in meinem Briefkasten landen? Kurzfristig gedacht ist das also eine Luftnummer.

Langfristig kann es dazu führen, dass gedruckte Werbeprospekte unattraktiv für die Unternehmen werden, da sie keiner mehr haben will. Im Grunde besteht also die Möglichkeit, in Zukunft etwas mit dieser Aktion erreichen zu können – wenn sich daran aber auch eine kritische Masse beteiligt.
Natürlich darf eine Werbebotschaft, die auf das alternative Onlineportal hinweist und damit wie Spam an meinem Briefkasten klebt aus Sicht von „kaufDa“ bei dieser Aktion nicht fehlen.

„Ich informiere mich online bei kaufDa.de“

Aber was macht „kaufDa“ eigentlich, wenn der ALDI um die Ecke keine Prospekte mehr herstellt? Dann geht ihnen ja auch ihre Vorlage auf der Website verloren. Hmm.

Immerhin wurden somit angeblich schon über 20.000 Bäume „gerettet“ – was auch immer das heißen mag. Irgendwie klingt das für mich relativ „virtuell“, denn ich bekomme nach wie vor jede Woche meine gewohnte Ration Werbung in den Briefkasten oder sie landet noch vorher in der Altpapiertonne oder im ungünstigsten Fall auf der Straße.

„kaufDa“ Umweltidee 2: „Mein Blog ist CO2-neutral“
Mit der Umweltinitiative „Mach’s grün“ verspricht „kaufDa“ für jeden Blogger, der über die Aktion berichtet, einen Baum zu pflanzen. Ziel sei es die ausgestoßene Durchschnittsmenge von 3,6kg CO2 im Jahr durch den Betrieb des Webservers mit einem Baum zu kompensieren.

In Zusammenarbeit mit der Non-Profit Organisation „i plant a tree“ wurden inzwischen schon angeblich 100 Bäume gepflanzt, die natürlich frühestens in einigen Jahren beginnen können, das CO2 zu neutralisieren.
Zudem ist diese Berechnung allerdings auch nur für eine Website mit weniger als 15.000 Seitenaufrufen im Monat gültig.

Für mich drängt sich jedoch auch hier die Frage auf welchen Nutzen das Ganze hat. Grundsätzlich ist das Pflanzen von Bäumen in Brachflächen des Sturms „Kyrill“ keine schlechte Idee. Doch auch hier habe ich mir das Treiben nochmals genauer angeschaut.

„kaufDa“ beschränkt die Baumpflanzaktion auf lediglich 750 Bäume. Zudem werden sie diese 750 Bäume sowieso pflanzen lassen – egal ob sich einer oder 750 Blogger an der Aktion beteiligen.

Laut “iplantatree.org” kostet das Pflanzen von 750 Ahornbäumen im Oberharz grade mal 750,- Euro. Allerdings wurden dort bis heute erst 443 Bäume gepflanzt.

Schauen wir uns mal die Aktionswebsite an: es werden alle Verlinkungen von der Seite auf die teilnehmenden Blogs mit einem „nofollow“ Attribut versehen, was dazu führt, dass die „kaufDa“ Website bei Suchmaschinen immer in einer Top-Position zu finden sein wird. Die Verwendung von „nofollow“ steht unter starker Kritik, denn die Blogger schaden mit einem Link und einem Text oder gar dem kopieren des Pressetextes damit massivst ihrem eigenen Suchmaschinenranking!

Das stinkt nach viralem Marketing im Schlepptau der Nachhaltigkeit.

Dass die Jungs mit den Worten Nachhaltigkeit und Umweltschutz ganz eigennützig jonglieren fiel auch schon Oliver Wunder (daburna.de) auf und ich möchte es hier auch noch abschließend anfügen.

Zitat kaufDa:

Hinweis: Pro Domain pflanzen wir einen Baum. Um die Funktion der CO2-neutral Buttons zu gewährleisten darf der HTML-Code nicht verändert werden. Um einen nachhaltigen Effekt zum Umweltschutz zu erreichen müssen die Buttons mindestens einen Monat lang online bleiben.

Klar ist: je länger ein Link auf einer Website steht, desto besser wird das Ranking des Linkziels in den Suchmaschinen. Allerdings verbessert das Ranking in einer Suchmaschine nicht unsere Umwelt.

Tipps zum Bäume pflanzen ohne Web-StartUps zu unterstützen findet Ihr auch bei „i plant a tree“ direkt unter http://www.iplantatree.org/faq.html?articleId=713

Und ein Vorschlag an das Team von „kaufDa“: Wechselt doch mal mit Eurer Website zu einem CO2 freundlichen Hoster wenn Ihr schon extra viele Visits generieren wollt.

Links


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3 Kommentare »

  1. daburna sagt:

    Weiter heißt es bei mir:

    Achja? Da werden die Begriffe Nachhaltigkeit und Umweltschutz in einem völlig falschen Kontext benutzt. Denn das einzige was wirklich verbessert wird, ist das Ranking in den Suchmaschinen.

    Aber das hast du ja auch in eigenen Worten formuliert. Ich habe klar deine Bedenken an der Aktion geteilt. Allerdings fand ich sie dann aus der Marketingperspektive interessant und einen Link für eine vermeintlich gute Sache zu verschenken, fand ich dann auch nicht zu schlimm. Wer es allerdings ernst meint mit der Nachhaltigkeit, sollte sich schon mehr Mühe geben. Hier geht es klar darum das Blogger-Gewissen grün zu waschen.

  2. Max Adler sagt:

    Ich wäre gerade auch fast drauf reingefallen. Als ich mir dann die Teilnehmerliste mal anschauen wollte, wurde ich auf delicio.us weitergeleitet, wo schön säuberlich alle nofollow-links aufgelistet sind. Ein bißchen dankbarkeit könnte man eigentlich von jedem erwarten. Aber naja, es herrscht Link-Krieg…

  3. [...] Auf den ersten Blick wirkt das alles einfach nur wie eine richtig gute Klimaschutzaktion. Eco-Log hat schon im Juli über dieses fragwürdige Vorgehen berichtet. Auf dem Rücken der Umwelt werden [...]

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mogli

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Die Ästhetik der Nachhaltigkeit

© encore

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»Lange Zeit war Öko-Mode gleichbedeutend mit “naturbelassen”, “keine Chemie” und „grün-alternativ“. Wenn man von einer ökologisch motivierten Ästhetik sprechen konnte, dann fand man sie am ehesten in den Nischen der Eine-Welt-Läden. Inzwischen ist längst klar: Plastik ist ökologisch manchmal besser als Jute. Gleichzeitig sind globale Themen wie der Klimawandel und die weltweite Ressourcenknappheit im politischen Mainstream angekommen. Verändern sich dadurch auch ästhetische Einstellungen? Schließlich spiegelt sich ein gesellschaftlicher Wertewandel immer auch im Design und der Mode. Gibt es eine neue Ästhetik der Nachhaltigkeit? Und was macht sie aus? « Quelle: SWR

Es diskutieren:
Bernd Draser, Philosoph, Ecosign/Akademie für Gestaltung, Köln
Prof. Nina Gellersen, Designerin, Hochschule Luzern
Mateo Kries, Chefkurator des Vitra Design Museums, Weil am Rhein
Gesprächsleitung: Gábor Paál

Hier gehts zum AudioBeitrag


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Zum Abschluss

Im ecosign-Projekt »Zum Abschluss« war es die Aufgabe, einen Diplom-Katalog für die Absolventen des Studiengangs Bildende Kunst der Alanus Hochschule zu gestalten. Daniel Hyngar ging es dabei vor allem darum, dem individuellen Künstler einen individuellen Platz zu schaffen. Dazu bekommt jeder Künstler ein eigenes Heft, auf dessen Vorderseite jeweils ein Ausschnitt des Kunstwerks zu sehen ist. Die Farbigkeit dieser unterschiedlichen Ausschnitte erzeugt durch die ausgestanzte Typografie in der Graupappe jeweils ein unterschiedliches, individuelles Bild.

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Typodarium 2012 ist da!

Wie jedes Jahr freuen wir uns über das kleine aber feine Druckwerk aus dem Verlag Hermann Schmidt Mainz und auch in diesem Jahr könnte das TYPODARIUM – der Abreisskalender für den echten „Typolover“ – das erste Produkt sein, dass Ihr diesmal schon im August frühzeitig in die noch leere Kiste in Eurem Schrank stellt um es dann an Weihnachten Eurem/Eurer Liebsten unter den Baum zu legen. Für das Jahr 2012 greifen Lars Harmsen und Raban Ruddigkeit mit voller Wucht in den Farbtopf mit der Aufschrift „Pussycolor“ – womit die Geschlechterfrage auch schon geklärt ist – Geile Fonts und Mädchenfarbe, für jede/n ist also was dabei.

Im Editorial lese ich, dass 2011 das erste Mal eine Jury darüber entschieden hat, welche Fonts 2012 in den Kalender kommen. Dies kann als klares Zeichen dafür gewertet werden, dass wohl immer bessere und vorallem immer mehr Fonts jedes Jahr eingereicht werden … das freut uns natürlich sehr – zeigt es doch, dass die Typoszene vielleicht sogar auf dem besten Wege zu einer neuen Hoch-Zeit ist.

Letztes Jahr habe ich hier angemerkt, dass eine Angabe über das verwendete Papier fehlte – dies wollte der Verlag für das kommende Jahr ändern – leider konnte ich auch diesmal keine Angabe dazu finden. Die Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs informierte sich jedoch bei der Langenscheidt-Druckerei und erfuhr, dass dort für den Druck des Typodariums ein Standard-Rollenpapier ohne Namen verwendet wird. Standard – ohne Namen – nagut – hier wäre es schön, wenn die Produzenten oder Verleger für das kommende Jahr die Chance beim Schopf ergreifen würden und vielleicht auch bei diesem Printprodukt (wenn es auch ein knapp kalkuliertes Produkt ist) den interessierten Typografen zeigen, was Papier so alles kann und wie reinweiß und haptisch aufregend im Jahr 2013 ein 100% Recyclingpapier sein kann. Denn immerhin wird hier ein Wegwerfprodukt vertrieben, bei dem jeden Tag ein kleines Blatt Frischfasern in irgendeinen Abfalleimer wandert. Es sei denn man nutzt die Sammelbox und hebt die Typokunstwerke auf!

Typodarium 2012

  • The Daily Dose of Typography
  • Abreißkalender zum Aufstellen oder Hängen
  • mit 366 Fonts von 252 Designern aus 32 Ländern und allen Feiertagen dieser Länder
    384 Blatt, zweiseitig bedruckt, schwarz und leuchtendes Magenta Format 8,5 x 12 cm, Verpackt in einer Sammelbox zum Archivieren der Schriftmuster
  • 16,80 €
  • www.typografie.de

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Good Goods?

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Wir danken Astrid Lorenzen für Ihren Gastbeitrag – eine Rückschau auf die goodgoods Messe für nachhaltigen Konsum 2011 in Hamburg

Vom 27. – 29.05. fand zum ersten Mal die goodgoods Messe für nachhaltigen Konsum in den Hamburger Messehallen statt. Mit 94 Ausstellern, davon viele Startups, hat sie einen Überblick über verschiedenste nachhaltiger Produkte gegeben. Schwerpunkte waren Fashion, Lebensmittel und Design. Institute wie EPEA, Dienstleister, Ökobanken wie die GLS Bank waren ebenso wie allgemeinnützige Vereine wie Viva con Agua oder BAUM vertreten.
Mit 10.000 Besuchern in den drei Tagen war die Messe gut besucht, was wohl nicht zuletzt an der Pressearbeit und der Ausgabe von zahlreichen Freikarten gelegen haben kann.

Bei dem Gang durch die Halle, fiel die große Anzahl an Limonadenanbietern auf: Fritzkola, Bios, Bionade und Lemonaid/Charitea. Bei Lemonaid gab es die Möglichkeit seine eigene Limonade aus den Originalzutaten Limetten, Rohrzucker (beides Fairtrade) und Wasser (Viva con Agua)selbst zusammenzumischen. Auf dem Fashion Cube, einem großen Sperrholzkubus um das ein Baugerüst aufgebaut war, fanden Schauen diverser Ecofashionlabel (u.a. Otto und Recolution) statt. Für Kinder gab es eine Bastelfläche und auf dem Forum konnte man sich Diskussionen und Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit anhören. Einzelne Aussteller stellten sich Fragerunden.

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Materialrevolution – Für eine nachhaltigere Zukunft

Mandeln

Vor ein paar Tagen bekam ich Post von Astrid Lorenzen aus Hamburg und sie bat mich auf folgende Veranstaltung hinzuweisen:

Sascha Peters, Autor des Buches „Materialrevolution“ sowie der Materialseite in der FORM kommt am 17.06.2011 nach Hamburg, um über neuartige und nachhaltige Materialien in Architektur und Design zu sprechen.

Schaumstoff aus Pilzen, Mode, die durch Bakterien organisch wächst, oder Fahrräder mit Bambusrahmen: Da inzwischen klar sein sollte, dass uns viele Rohstoffe zukünftig nur noch in begrenztem Rahmen zur Verfügung stehen, werden wir aus den Labors überhäuft mit neuen Materialien und Werkstoffkonzepten. Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde und für Politik wie Industrie das Zauberwort für eine bessere Zukunft. Wir stehen kurz vor einem gravierenden Wandel unserer Produktkultur, denn der umweltverträgliche Umgang mit Werkstoffen und das Denken in Materialkreisläufen ist bei uns als Konsumenten angekommen und wird in vielen Bereichen gar vorausgesetzt.

Designern und Architekten kommt im Zusammenhang mit dem Wandel der Material- und Produktkultur eine besondere Verantwortung zu. Denn sie sind es, die bei ihren Projekten die Auswahl der eingesetzten Werkstoffe treffen und damit entscheidenden Einfluss auf die Nachhaltigkeit unserer Produktwelt nehmen. Dr. Sascha Peters gibt mit seinem neuen Buch “Materialrevolution” einen Überblick zu den aktuell am Markt verfügbaren Materialien. Im Vortrag gewährt er einen Blick in die spannendsten Entwicklungen und zeigt auf, mit welche Werkstoffinnovationen wir die Zukunft in eine nachhaltigere Welt gestalten werden.

Vortrag „Materialrevolution – Für eine nachhaltigere Zukunft“

17. Juni 2011
betahaus Hamburg
ab 19:00 Uhr


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Kläre – Gemüseglück auf dem Balkon


»Kläre« ist ein Hügelbeetkasten, entstanden als Abschlussarbeit der ecosign von Anna Fankhaenel. »Kläre« orientiert sich in der Form an einem Hügelbeet aus der Permakultur, dadurch ergeben sich nicht nur Vorteile wie einen guten Wasser- und Wäremhaushalt um selbst in kühleren Jahreszeiten Gemüse zu ernsten, sondern die Form bietet auch fast doppelt soviel Anbaufläche wie ein handelsüblicher Blumenkasten.
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It’s a Book!

Simpel und wahr, daher ohne jeden weiteren Kommentar:

Das nun auch auf deutsch erschienene Druckexemplar ist in jeder gut sortierten Buchhandlung um die Ecke (für 6,90 Euro) erhältlich.

( »ecolog gefällt das!« )


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Film: ecosign Semesterpräsentation im Cinenova

Wir freuen uns einen kurzen Film über die letzte Semesterabschlusspräsentation im Februar 2011 zeigen zu können. Zwei mal im Jahr präsentieren die Studenten der ecosign im Kölner Kino „Cinenova“ vor einem großen Publikum ihre besten Arbeiten des vergangenen Semesters. Auch zum Beginn des Jahres 2011 waren wieder viele gute Arbeiten dabei und wie üblich wurde am Ende der Veranstaltung der Froschkönig – der Preis für die innovativste Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit – von der Akademieleitung an einen Studenten verliehen.


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Versorger sind Versager

Während in Japan ein Naturereignis mit schwerwiegenden Folgen zeigt, dass die Atomlobby und die Atompolitik seit Jahrzenten scheitert und der Bürger zunehmend resigniert — versucht Angela Merkel (Atompolitikerin und Kanzlerin) es mit dem Bonbon einer Untersuchung aller deutschen Meiler in der Hand zu halten.

Tobias Riedl von Greenpeace dazu:

Der Unfall in Japan zeigt, dass Atomkraft nirgends beherrschbar ist. Auch in Deutschland kann jederzeit ein schwerer Unfall passieren – es müssen nur mehrere negative Ereignisse zusammenkommen. Deshalb fordert Greenpeace von der Physikerin Angela Merkel, jetzt umzudenken und mit der Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke einen schwerwiegenden Fehler ihrer Amtszeit zu korrigieren.

Es entsteht national wie international eine neue Debatte um die Sicherheit von Atommeilern! Wir brauchen aber keine Debatte ohne Resultate und Einsicht! Seit mehr als 30 Jahren ist klar was Soziale, Ökologische und Ökonomische Verantwortung bedeutet und dass zukünftige Energiefelder neu definiert werden müssen! Auf die Straße — Abschalten — Mensch sein!

Wir möchten aufrufen der Initiative von linksunten zu folgen:

Am Montag, den 14. März von  17:00 – 20:00 Uhr auf dem Rudolfplatz in Köln aktiv gegen Atompolitik und Atomlobby zu agieren.

Eindrücke von der Demo: http://www.youtube.com/watch?v=UE4KAqxArNE


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Proportion trifft Proportion

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Im Wintersemester 2010/2011 beschäftigte sich Selina Meurer an der ecosign unter der Leitung von Dipl. Des. Uwe Boden mit den Proportionen von Schrift und Körpern.

Dazu schreibt sie:

Manche Schriften sind wie Menschen. Die einen sind gradlinig und streng konstruiert, die anderen wirken eher schräg und verspielt.

Es gibt auch Schriften, wie die der Renaissance deren Proportionen natürlich und sehr lebendig sind. Das liegt daran, dass sie über ihre Erscheinung hinaus eine grundlegende Gemeinsamkeit mit dem menschlichen Körper haben. Sie genießen dasselbe Proportionsverhältnis: Das Harmoniegesetzt des Goldenen Schnitts.

Projiziert man die Formen einer Renaissanceschrift wie der Jenson auf den Mensch, so sieht man wie sich beide ergänzen und neue Formen entstehen. Diese Schriftprobe visualisiert die Verwandschaft der venezianischen Renaissanceantiqua mit der Körperlichkeit des Menschen. Neben der Bildsprache kommt die Typografie in einem integrierten Leporello zu Wort und erzählt die Besonderheiten der Adobe Jenson in Schnitten, Zeichen und Proportionen.

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Scharfsinn

Zu diesem Thema veranstalteten Frauke Schneider, Anna Jaissle und Julia Kröll ein Experiment, dass verschiedene Sinne anspricht und doch die selbe Ursache hat: Schärfe.

Scharfsinn – so lautete das letztjährige Motto für die Veranstaltung anlässlich des UNESCO Welttages der Philosophie an der ecosign/Akademie für Gestaltung. Weiterlesen »


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