
Seit einiger Zeit gibt es in der ecosign den sogenannten „Hochculturclub“ – Studenten und Dozenten organisieren Ausflüge und mehr. Diese Institution möchte ich einmal vorstellen und gleichzeitig auf zwei Termine am kommenden Wochenende hinweisen.
Der „Hochculturclub“ der ecosign organisiert Ausflüge an die schöpferischen Orte Kölns für junge Menschen, die sich von Schauspiel, Tanz und dem Muszieren der Akteure bezaubern lassen wollen. Die kontrastreiche Kombination aus historischen Stücken gepaart mit modernen Interpretationen durch die Künstler zieht die Zuschauer in ihren Bann.
Auftakt in diesem Semester machte das Stück „Das goldene Vlies“ im Schauspielhaus. Es brilliert dank seiner ambitionierten Akteure und betont die Aktualität des Konflikts zweier aufeinandertreffender Kulturen in unserer heutigen Gesellschaft.
Im Anschluss des Einblicks auf die Bretter, die die Welt bedeuten, sind alle herzlich dazu eingeladen über Gesehenes und Erfahrenes in geselliger Runde zu diskutieren und einen gemütlichen Ausklang des Abends zu genießen.
Am Abend des 6. Novembers 2009 (heute!) läd der Hochculturclub in die Kölner Philharmonie ein, um dort den Werken Mahlers zu lauschen. Die Kölner Museumsnacht am 7. November 2009 schafft uns einen Einblick in die Ausstellungsstätten Kölns inklusive musikalischer Darbietungen bis in den frühen Morgen.
Der „Hochculturclub“ freut sich auch über externe Teilnehmer! Sollte sich jemand für kommenden Termine interessieren, so möchte er sich über das Kontaktformular bei uns melden, wir leiten das dann gerne weiter!
Zudem werden wir kommende Termine ab jetzt immer hier veröffentlichen!
Kultur verbindet Menschen mit unterschiedliche Hintergründen und Interessen und bietet jedem die Möglichkeit sich an den besonderen Darbietungen zu erfreuen.
Gutes Design – Forum Mediendesign
Am Samstag, den 7. November 2009 findet zudem das Forum Mediendesign im Museum Ludwig statt – um 13 Uhr geht es los – es erwarten uns bis 21:00 Uhr jede Menge Vorträge und ein reger Austausch unter den Gästen. Der Eintritt ist kostenlos!
Informationen unter http://www.forum-mediendesign.de
Tourenplan der Kölner Museumsnacht

Das Programmheft der Museumsnacht gibt es als PDF hier



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Das Forum Mediendesign war insgesamt relativ gut, demonstrierte jedoch nicht nur selbst proklamiertes ›Gutes Design‹, sondern u. a. auch schlechtes, wie unehrlich bzw. schlecht kommunizierte Programmabweichungen:
Der „Stargast“ des ganzen Tags, Fons Hickmann, auf den wohl die meisten auch bis nach 20.30 Uhr (wegen Verzögerungen) gewartet haben, wurde dann von dem Moderator — nach Dieter Blums Ma[r]lboro-lastigem und stark selbstreferenziellem Fotovortrag — nach dessen Anwesenheit im Saal gefragt. Offenbar wohlwissend, dass er gar nicht anwesend sein kann und auch gar nicht mehr kommt. Doch seitens des Moderators wurde dann auch noch so getan, als hätte er bestimmt nur ein falsches Billig-Navi benutzt, und sei deshalb gerade wahrscheinlich an einem anderen Heinrich-Böll-Platz in der Region. Doch statt dann alle noch um Geduld zu bitten, ihm mal hinterher zu telefonieren, wo er denn ist etc., was man normalerweise als Veranstalter längst getan hätte, wenn man wirklich darauf gehofft hätte, dass er es noch in Bälde schafft, verabschiedete man den übervollen Saal laienhaft innert 1 Minute: einfach, endgültig und vorzeitig. Viele Fragezeichen in den Gesichtern drumherum und das allgemeine Geraune dokumentierten dieses merkwürdige — ich würde sagen unehrliche — Kommunikationsdesaster. Insbesondere die Mädels, die sich für Hickmann statt Williams an diesem Abend entschieden hatten, fühlten sich betrogen …
Denn am Empfangs-/Verkaufscounter bekam ich danach ein Gespräch zwischen einer Studentin hinter der Empfangstheke und ihr Bekannten mit, aus dem klar wurde, dass die Studenten längst wussten, dass er, der Hickmann, ›abgesagt‹ hatte. Da war mir definitiv klar, das war zumindest schlecht kommuniziertes Veranstalter-Pech. Vielleicht konnten sie nicht auch noch einen dritten Sprecher von der am gleichen Tag stattfindenden ADC-Jahreshauptversammlung abziehen? Anscheinend war den Veranstaltern der Grund unangenehm, weshalb sie so herum gedruckst und alle bis zum Ende der Blum-Präsentation im Unklaren gelassen haben. Bei mir persönlich blieb daher ein fader Nachgeschmack, und zwar der des potenziellen Missbrauchs Hickmanns als Publikumsmagnet bis nach 20.30 Uhr. Aber dass und wie schnell so ein persönlich empfundener Nachgeschmack bei öffentlicher Äußerung als Unterstellung verstanden werden kann, wäre wohl nur das Problem von peinlich Berührten oder bekennend schlechten Schauspielern.
Zumal ein weiterer Vortrag, der zu ›Grundfragen des Animationsfilms‹ von Prof. Andreas Hykade um 16 Uhr auch ausgefallen war. Dass der Folgevortrag ›Hamburgefonswas?‹ von Prof. Indra Kupferschmid dann auch noch deutlich früher begann, war für an die frische Luft Gegangene, später dazu Gestoßene bzw. die Ausstellung von Studentenarbeiten Besuchende dann umso ärgerlicher, wenn sie überpünktlich in den Saal zurück gingen, und dabei feststellten, dass Typografie schon das laufende Thema war. Denn ihr Vortrag war gut gestaltet, wenn auch wenig unterhaltsam. Der starke Vorlesungscharakter dieses Vortrags schränkte den Faszinationsgrad daher eher auf Typo-Liebhaber ein.
Dennoch würde ich wohl wieder hingehen, schließlich können die sich so bedeutsame Ausfälle wohl nicht noch mal erlauben. Ich denke, die RFH Köln hat gestern auch einiges gelernt.
Warum “c”?
berechtigte Frage!
von ursprünglich im Lateinischen ›cultura‹ / ›colere‹ ?!?
Schon klar. Aber “Hochkultur” ist doch an sich schon schön genug, und ursprünglich ist das Gesamte Wort nicht lateinisch.
Wozu ein ein “c” einbauen? Nichts gegen pathos, aber das ist irgendwie nerdy.
→ Klingt ein bisschen harsch, ist eigentlich milde, und nerdy in meinem aktiven Sprachgebrauch (nicht negativ Konotiert)
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