
„Bellinis Opern sind es, Sexikonen wie Jayne Mansfield, Münchens Rokoko Kirchen, das Dandytum eines Oskar Wildes, Mozarts Musik, Gaudis Bauwerke, die ersten King Kong Filme ebenso wie Paillettenkleider, Jugendstilornamente, Federboas und Schwanensee. General Charles de Gaulles pompöse Paraden übrigens auch…“




Sie alle besitzen Camp. Die amerikanische Literatin und Intellektuelle Susan Sontag beschreibt in ihren Anmerkungen zu Camp von 1964 den Begriff in 58 Thesen:
Es ist die ernsthafte Liebe zum Unnatürlichen, Übertriebenen und dann und wann auch zum blanken Übergeschnapptsein. Alles ist was es nicht ist und am liebsten ist es nunmal überzogen, künstlich theatralisch. Es ist soetwas wie der gute Geschmack des Schlechten und eine Art des Genusses. Man geniesst den Triumpf des Stils, den man über den Inhalt stellt, wie auch das Ästhetische über das Moralische. Der Weg der Massen muss dazu verlassen werden und der Drang nach Individualität erfordert den dazugehörigen Mut und die entsprechende Leidenschaft.
Für Gloria spiegelt Camp den Begriff wider, der Glamour und Charisma verbindet, und somit die Lücke schliesst. Denn umso exzessiver Glamour bewusst oder auch unbewusst gelebt wird, desto mehr Charisma kann diesen Menschen zugesprochen werden.
In ihrer Arbeit “Glanz und Gloria” inszeniert sie Persönlichkeiten, die eben dieses besitzen.“


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