
Johannes Hessel beschäftigt sich mit seiner Angst vor Dingen, Personen und Filmen und macht sie sich in seiner Arbeit „Freud und Helfer“ zu Eigen. Seine Hommage an die Angst hielt er im Projekt „Freud revisited“ unter der Leitung von Thomas Zika fotografisch fest.
Johannes Hessel schreibt:
Wir alle können uns noch zurückerinnern, dass wir als kleine Kinder Angst vor den verschiedensten Dingen, Personen oder Filmen hatten. Die Figur, die für mich mehr als jede andere hierfür steht, ist die des Clowns Pennywise aus dem Horrorfilm „ES“ von Stephen King.
Mit dieser Angst wollte ich mich beschäftigen und kam schnell zu dem Ergebnis, dass ich die Angst heute mit anderen Augen und differenzierter sehe. Sie ist nicht mehr nur ein negatives Etwas, das mich hemmt, sondern oft vielmehr eine produktive Quelle, die man nutzen sollte, um aus ihr Inspiration und Motivation zu gewinnen. Sie kommt aus dem Inneren und birgt ungeahnte Kräfte, überlebenswichtige Reflexe oder ruft andere Talente in uns hervor, von denen wir unter normalen Umständen nichts ahnen. Deshalb mache ich mir die Angst zu Eigen und richte eine Hommage an sie.






Auf meinen Bildern bleibt von der Angst nur noch die Maske eines Clowns übrig, welche ein Symbol für meine Kindheits- und auch jetzigen Ängste ist. Unter der Maske bin ich selbst und mit mir in Situationen zu sehen, die ich sonst mit meiner Partnerin, meinen Freunden, Familienmitgliedern oder mir anderen wichtigen Menschen durchleben würde.
Meine Angst bin ich jedoch selbst, und sie wiederum ist ein wichtiger Teil von mir, der mich sowohl lähmen, aber auch antreiben und motivieren kann.



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