Nachdem in Deutschland und Österreich der Dokumentarfilm „We feed the World“ vom österreichischen Filmemacher Erwin Wagenhofer recht erfolgreich in den Kinos lief (u.a. 600.000 Kinobesucher in Deutschland), startet jetzt ein ähnlicher Dokumentarfilm in den USA.
„We feed the world“ zeigte die begrenzte Agrarwirtschaft Österreichs die die eigene Nachfrage von Getreide nur zu einem fünftel selber abdecken können – die restlichen vier fünftel werden aus Indien importiert. Indien allerdings hat laut UNO-Statistiken mit 200.000.000 permanent schwerst unterernährten Menschen zu kämpfen. Außerdem zeigt der Film die steigende Nachfrage von Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft, für die in Lateinamerika 350.000 Hektar Land reserviert sind, wohingegen ein viertel der lateinamerikanischen Bevölkerung Hunger leidet.
„FOOD, Inc.“ von Robert Kenner behandelt nun ein ähnliches Thema, adaptiert auf den wohl größten Markt für Ernährung – den USA. Jeder, der sich noch an die Bilder der Masttierhaltung aus „We feed the world“ erinnern kann und dachte, dass sich diese schwer übertreffen ließe, wird allein im Trailer von „FOOD, Inc.“ eines besseren belehrt. Bereits bei der Berlinale am 8. Februar 2009 ist einigen Zuschauern der Appetit wohl vergangen. Wenn man allein den Aufmacher aus dem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 25. Juni 2009 ließt, dreht sich einem schon der Magen um.
Findet nun in den USA ein Umdenken statt?
Der Kinostart in den USA war am 12.06.2009. Ich frage mich wie viele Amerikaner dieser Film erreicht und vor allem werden die Bürger an ihrem Konsumverhalten wirklich etwas ändern – oder interessiert es den Durchschnittsamarikaner eher weniger, dass er im Supermarkt die absolute Auswahl vorgespielt bekommt, obwohl diese nur von weniger Konzernen bestimmt wird?
Wir blicken mal wieder gespannt über den großen Teich…
- Offizielle Website zum Film: www.foodincmovie.com
- Berlinale Info zum Film & Regisseur (PDF)
- Website zu „We feed the world“: www.we-feed-the-world.at
- Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 25.06.2009
- Artikel bei foodwatch.de vom 30.01.2009





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