
Die Veranstaltung des Arbeitskreises Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft e.V. zeigt am 10. November 2009 um 19:00 Uhr zwei Filme zur Flüchtlingsproblematik mit anschließender Diskussion.
19.00 Uhr Film: Der 36°Breitengrad
Regie: José Luis Tirado
Spanien 2004, 65 Min., Omdt.U
Eintrittspreise: 5,99 € / 4,99 € (ermäßigt)
20.30 Uhr Film: Oury Jalloh
Regie: Simon Jaikiriuma Paetau
Co-Regie: Martin Backhaus
Deutschland 2008, 30 Minuten
Eintritt frei
Anschließend Diskussion mit folgenden Teilnehmern:
· Simon J. Paetau Regisseur
Oumarou Maman Salissou Co-Regisseur und Schauspieler
·
Dr. Gerda Heck Institut für vergleichende Bildungsforschung und
Sozialwissenschaften, Humanwissenschaftliche
Fakultät der Universität Köln
· Klaudia Dolk Flüchtlingsrat NRW e. V.
· Dr. Eberhard Nies Integrationsrat der Bundesstadt Bonn
Moderation: Sönke Wanzek 1. Vorsitzender des Tanzania-Network.de e.V.
Ende der Veranstaltung gegen 22.30 Uhr
Informationen zu den Filmen
Der 36. Breitengrad ist eine imaginäre Linie auf der Landkarte und gleichzeitig ein realer Ort; er verläuft durch die Straße von Gibraltar, wo viele Flüchtlinge versuchen, über das Meer nach Europa zu gelangen, und wo Strandbesucher ihren Urlaubsritualen frönen. Täglich kommen die Boote der Guardia Civil in den Hafen von Tarifa und bringen aufgegriffene Flüchtlinge, die auf der Suche nach einem besseren Leben versuchen, nach Europa zu gelangen. Täglich enden diese verzweifelt hoffnungsvollen Reisen mit Festnahmen und anschließender Abschiebung zurück nach Tanger -auf einen nächsten Versuch, der vielleicht irgendwann gelingt. Die künstlerische Umsetzung des Themas lässt viel Zeit zum Nachdenken über eine Welt, die parallel zur Segeljacht-Urlaubswelt der Europäer, Tod durch Ertrinken oder zumindest eine ungewisse, oft deprimierende Zukunft für die andeutet, welche es geschafft haben, mit dem Boot nach Europa zu kommen.
Der Asylsuchende Oury Jalloh aus Sierra Leone wird einem abgeschiedenen Asylbewerberheim bei Dessau zugewiesen. Permanent belastet mit dem Gefühl, unerwünscht zu sein und keine Möglichkeiten zu haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, bestimmen Perspektivlosigkeit und Ohnmacht zunehmend seinen Alltag: Er darf den Landkreis nicht verlassen, er darf nicht arbeiten und allmählich beginnt er einen stillen, inneren Kampf gegen Fremdbestimmung und soziale Ausgrenzung. Der semi-dokumentarische Kurzfilm ist eine Auseinandersetzung von Asylbewerbern, jungen unabhängigen Filmemachern sowie Oury Jallohs engsten Freunden mit alltäglichen Repressionen gegenüber Flüchtlingen. Der Film knüpft an ein wahres Ereignis an.
Links:
- http://www.woki.de/
- http://cologne.oikos-international.org/jobspraktika/sonstige-veranstaltungen/fluchtpunkt-europa-mittelmeer.html
- http://www.cinerebelde.org/der-36-breitengrad-p-33.html?language=de
- http://www.ouryjalloh-derfilm.de/















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