DESIGN ECOLOGY – Buchbesprechung

„Ich fühle mich himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt: Im ersten Moment will ich mir die Welt untertan machen, im nächsten will ich sie verlassen.“ Goethe

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Im ecolog beschäftigen wir uns mit Design und Nachhaltigkeit. Dies ist auch dem Verlag Hermann Schmidt Mainz aufgefallen und so bekam ich vor einiger Zeit das Buch „DESIGN ECOLOGY“ als Rezensionsexemplar zugesendet.

Diesmal wollte ich ganz unabhängig an eine Rezension herantreten und habe deshalb vorher in keinen anderen Blogs nach Rezensionen Ausschau gehalten. In freudiger Erwartung habe ich das Buch ausgepackt und gelesen. Heute habe ich es mir nochmals auf den Schreibtisch gelegt und werde im folgenden Verlauf mit Euch durch das gesamte Buch blättern und meine Gedanken dazu schildern. Über konträre Meinungen würde ich mich in den Kommentaren sehr freuen!

Das Paket
Wie auch schon das Buch „Retrodesign Stylelab“ kam „Design Ecology“ in einer passgenauen Verpackung aus Pappe und wurde mit dem GoGreen Angebot der DHL versendet. Eine nette Karte mit persönlichem Anschreiben fiel mir auch wieder sehr positiv auf. Das Buch war nicht wie sonst üblich in eine Plastikfolie eingeschweißt sondern in Pergaminpapier wie ein Geschenk eingepackt. Das Pergaminpapier ist halbtransparent und das umgefaltete Papier wurde mit zwei runden Klebepunkten fixiert. Leider wurde das Ganze nach vorne gefaltet, so dass durch die Knicke und Papierlagen der Titel nicht mehr erkennbar war. Das scheint mir ein Fehler zu sein, denn eigentlich faltet man so etwas doch nach hinten.

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Im Impressum wird der Einband besonders erwähnt. Auch das man diesen anstelle von Einschweißfolie verwendet. Aber warum sind alle anderen Bücher die ich bis jetzt vom Verlag bekommen habe weiterhin in Plastik eingeschweißt? Wenn man doch schon lernt und ökologische Vorteile in den Vordergrund stellt, muss man im Sinne der Nachhaltigkeit doch auch beweisen, dass man was verstanden hat und es in Zukunft auch beibehält. Aber da wird mir sicher jemand aus dem Verlag eine Begründung zukommen lassen.

Ob Einschweißfolie oder Pergaminpapier umweltfreundlicher ist vermag ich jetzt nicht zu deuten, drei Faktoren sprechen für mich aber auch ohne Umweltaspekte deutlich für das Papier: Es sieht schöner aus (Stichwort Geschenk), es lässt sich leichter öffnen, das Buch kann atmen und auch wenn erforderlich (wie berichtet) ausdünsten. Wenn der Papiereinband dann noch mit dem schönen „Printed in Germany with Love“ Sticker geklebt wäre – ich würde nur „wow“ sagen.

Das Buch
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Vor mir liegt ein großer schwarzer mit Leinen überzogener Klotz mit weiß gefärbten Prägungen die den Titel und eine Pflanze darstellen. Oben rechts befindet sich noch der eben erwähnte „Printed in Germany with Love“ Sticker. Nach einigem Rumreichen und in die Hand nehmen und irgendwo auf den Schreibtisch legen stelle ich schnell fest, dass sich die weiße Farbe auf dem Cover und auf der Rückseite sehr schnell lösen und das Buch schnell verkratzt aussieht. Ein schonender Umgang ist hierbei also erforderlich.

Die Farbe schwarz wirkt wuchtig, gar nicht öko – damit fordere ich nicht alles Ökologische Grün zu färben, aber die schwarze Farbe wirkt auf mich als hätte man sich über die Farbe Grün für das Cover Gedanken gemacht und ist dann zu dem Schluss gekommen: „Wir nehmen extra mal kein Grün, aber da man dann natürlich auch nichts anderes nehmen kann, machen wir es schwarz“. Das finde ich ein bisschen schade. Ein wenig Natürlichkeit durch Farbe würde hier sicher gut tun.

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Ich schlage die erste Seite auf und sehe ein vollflächiges Bild mit einer Steckdose aus dem Papierfäden ranken. So wie die Wand aussieht, scheint es mir, als ob der Fotograf (Michael Mann) in irgendeiner Wohnung einfach die nächstbeste Steckdose für diese Aktion genommen hat. Naja, ist ja egal. Aber was mich schon beim ersten Betrachten total erschrocken hat: aus der Steckdose ranken zwei aus Papier geformte Rosen die wohl der Stabilität halber einen Drahtstängel haben, der jeweils in der Steckdose befestigt ist. Ich klappe also das Buch auf und sehe zwei 220 Volt Killer-Rosen. Liebe Leser, bitte macht solche Aktionen auf keinen Fall nach! Die erste Seite des Ökowegweisers führt Euch gradewegs ins Krankenhaus – ich blättere schnell weiter.…

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Auf der nächsten Doppelseite blicke ich links auf eine schwarz gefärbtes, leeres, hilfloses Papier, auf der rechten ist ein Foto von einer Wohnung durch das aus weißem Papier geschnittene Blätter fliegen welche auf der Couch landen. Diese Blätterwelten aus Papier erscheinen dann noch insgesamt elf mal, bis ich endlich das Inhaltsverzeichnis des Buches erreiche.

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Das ›Buero Mario Lombardo‹ zeichnet für die Gestaltung des Buches verantwortlich und auf dessen Internetseite finde ich unter „News“ die Info, dass im Agenturkeller noch Heute eine große Kiste selbstgeschnittener Papierblätter lagern, da sie zu schön zum Wegschmeißen wären. In der Tat sind sie schön, ja, aber hätten sie die Blumen und Pflanzen aus bedruckten Papierresten aus dem Agenturalltag geschnitten, so würden sie noch viel authentischer und lebhafter erscheinen als rein weiß. So wurde unnötig Papier verschwendet. Damit will ich gar nicht knauserig mit frischem Papier sein, sondern ich glaube, dass hier ein „re-use“ Gedanke der Konzepter/Gestalter/Autoren des Buches dem Leser viel stärker hätte beweisen können, dass sie es selbst ernst meinen mit der Nachhaltigkeit. Die Chance wurde an dieser Stelle verpasst. Das 10 Seiten Blumenfotos vor dem Index unnötig viel sind, sei mal außer Acht gelassen.

Die Einleitung beginnt auf Seite 26 mit dem Satz:

„Die Zielgruppe für ökologische Produkte und Dienstleistungen wächst stetig und wandelt sich dabei radikal. Unternehmen, ob Bio oder nicht, müssen sich zunehmend mit dieser Entwicklung auseinander setzen, was auch die Kreativbranche vor neue Aufgaben und Herausforderungen stellt.“

Was soll das bedeuten? Lese ich es positiv, dann freue ich mich, dass sich in Zukunft alle Unternehmen, ob Bio oder nicht, mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Lese ich es negativ, dann wird mir klar, dass sich in Zukunft die Unternehmen, ob Bio oder nicht, erstmal nur in ihren Kommunikationsmitteln anpassen müssen und die Kreativbranche dazu die passenden Ökoclaims den „Lifestyle Ökos“ vorsetzen muss.

Die Einleitung versucht dem Leser das Denken und Handeln des „Neo-Ökos“ näher zu bringen, was sie auch gut schafft. Da wird das iPhone in eine Filztasche gezwängt, dem Konsumenten eine neue Macht angekreidet, Öko wird mit sexuellen Reizen gepaart und Greenwashing wird dann doch noch kurz thematisiert. Ein schöner Satz versteckt sich leider etwas in dem langen Text, ich hebe ihn mal hervor:

„So wird sich auch in der Kreativszene eine Polarisierung vollziehen, denn wer Konzernen einen pseudogrünen Anstrich verpasst, kommt für echte Öko-Marken als Gestalter nicht in Frage. Also heißt es mehr denn je: Haltung annehmen.“

Dazu später mehr…

Die 68 Beispiele
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Hauptteil des Buches sollen natürlich die weltweit recherchierten Beispiele bilden, die sich in den Kategorien wie Mode, Kinder, Kosmetik, Gastronomie, Haushaltsreiniger, Food usw. wiederfinden.
Los geht’s mit dem, was dem Lohas, so scheint es mir, am wichtigsten ist: Mode. Man sieht auf einer Doppelseite immer ein paar Fotos und einen Text der in die Abschnitte ›Das Unternehmen‹, ›Die Produkte‹, ›Das Design‹ und ›Die Kreativen‹ eingeteilt ist. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber die meisten Texte wirken wie von den Unternehmen selbst verfasste Pressetexte. Und in Pressetexten ist klar, dass man dabei nicht kritisch mit dem eigenen Produkt/Prozess umgeht. Von daher lese ich nur Beiträge über 68 beschriebene Produkte oder Initiativen die es in der Welt gibt und wie toll diese sind und wer sie gemacht hat. Eine kritische oder wenigstens wertende Auseinandersetzung der Autoren kann ich hierbei leider nicht erkennen.

Von daher habe ich auch keine Lust diese Projekte hier vorzustellen. Bei einigen fasse ich mir sowieso an den Kopf, weshalb sie überhaupt solch eine große Bühne bekommen. Vor tausend Jahren war Seife einfach nur Seife, da hat keiner Ausschlag bekommen. Erst seit es Zusatzstoffe gibt, gibt es auch unökologischen, für Mensch und Natur unverträglichen Mist. Das Heute ein stylisher Yuppie das Gift aus seinem Produkt wieder weglässt und dafür das Dreifache verlangt ist kein bisschen innovativ, es zeigt nur, dass grade mal einer unter tausenden zur Besinnung gekommen ist.

Derjenige der solche (Retro)Ökobeispiele kennenlernen will und sich dann seine eigenen Gedanken machen möchte, der sei eingeladen sich das Buch zu kaufen und dort die Beispiele zu lesen.

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Brauchbar ist der letzte Teil (vor den letzten 13 unnötig quälenden Papierblumenmusterdoppelseiten) des Buches: ein zehnseitiger Produktionswegweiser. Dieser gibt Informationen zu abbaubaren Materialien, Ökopapieren, Materialwahl, Druckverfahren und der Rolle des Designers preis. Auch das Interview mit Simonetta Carbonaro im letzten Teil ist fachlich gut und unbedingt lesenswert!

Worum es mir schlussendlich jedoch eigentlich geht – und damit komme ich zurück auf das Zitat aus der Einleitung – ist die Forderung der Autoren „Haltung anzunehmen“.
Zu den Autoren zähle ich die beiden Journalistinnen und aber auch die Gestalter gleichermaßen. Alle Beteiligten verpassen im Fertigungsprozess des Buches die Chance eine echte Haltung anzunehmen die mir, dem Leser, etwas bringt. Vielleicht – das möchte ich zwischenschieben, habe ich auch etwas falsch verstanden und bin gar nicht die Zielgruppe dieses Buches – sondern vielleicht sind dies jene Fashion-Lohas – ich wollte das Buch aus der Sicht eines angehenden Gestalters lesen und suche eben nach verwertbaren Haltungen zum Thema…

Ein kurzes Beispiel dazu: Im Buch findet PEFC-zertifiziertes Tauro Offset Papier Verwendung. Um Kapitel voneinander optisch ein wenig abzutrennen wurden die Seiten der einzelnen Kapitel offensichtlich eingefärbt. In dem Umfeld dieses Buches ist das ein schöner Effekt, hat wenig Haltung und null Konzept. Viel schöner wäre es doch, wenn das Papier nicht verschwenderisch mit Farbe eingefärbt wäre, sondern wenn die Buchkapitel aus unterschiedlichen Ökopapiersorten bestünden die alle leicht variieren und dadurch schon optisch, wie auch haptisch die Kapitel trennen. Wenn dann bei jedem (langweiligen) Aufmacher noch die verwendete Papiersorte inklusive Bezugsquelle beistehen würde, hätte man direkt einen enormen Mehrwert für alle, die sich für umweltfreundliche Druckpapiere interessieren und man könnte gleichzeitig ökologische Papierhersteller vorstellen. Zudem bekäme das Buch auch eine haptische Komponente. So viele Fliegen mit einer Klappe und so viel Mehrwert und so viel mehr Haltung zum eigenen Produkt.

Ich stelle fest: das Buch ist schön gemacht, aber so gar nicht durchdacht. Vielleicht hätte man nicht einen bekannten Art Director ranlassen sollen, sondern jemanden der Design und Nachhaltigkeit in seinem Portfolio vereint. Dann hätten Inhalt und Form auch miteinander kommuniziert… Pergmaninpapier für den Schutzumschlag verwenden, mit Ökofarben auf Ökopapier drucken… das sind drei Mindestvoraussetzungen, die eigentlich in der heutigen Zeit zu JEDEM Buch gehören. Dieses Buch hätte an dieser Stelle meiner Meinung nach viel mehr leisten müssen und, da bin ich aus eigener Erfahrung sicher, auch leisten können.

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Erschienen ist das Buch 2008 beim Verlag Hermann Schmidt Mainz. Konzept und Texte sind von Jutta Nachtwey und Judith Mair, beides Autorinnen aus dem Umfeld der Designzeitschrift PAGE. Das Design ist von Kirstin Weppner, die Art Direction liegt bei Mario Lombardo.

Das Buch kostet 68,00 Euro und kann direkt beim Verlag oder z.B. bei Amazon* erworben werden.


Das Buch gewinnen
Ich habe mir schon vor dem Lesen des Buches vorgenommen das Exemplar hier im ecolog zu verlosen. Jeder der einen Kommentar bis zum 31. August 22:00 Uhr hier im Beitrag hinterlässt, nimmt automatisch an der Verlosung teil. Ich werde mit einem Zufallsgenerator den Gewinner ermitteln und schriftlich benachrichtigen. Autoren des ecologs sind von dem Gewinnspiel ausgeschlossen. Doppelte Kommentare die versuchen die Gewinnchance in die Höhe zu treiben werden gelöscht oder zu einem Kommentar zusammengefasst.

*Wer über einen Affiliate-Link ein beliebiges Produkt im verlinkten Shop kauft, unterstützt den ecolog mit einem kleinen aber feinen Prozentsatz des (unveränderten) Kaufpreises. Aber bitte unterstützt auch Euren Händler um die Ecke!


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21 Kommentare »

  1. Mareike sagt:

    Danke für die wieder einmal sehr ausführliche Buchbesprechung, Tobi!
    Hab das Buch schon einige Male im Netz gesichtet, aber noch nicht die Gelegenheit gefunden, es einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Von daher: Sehr aufschlussreich!

  2. Marc Alex sagt:

    Besten Dank für Deine — merklich genüsslich angegangene — Buchbesprechung. Gut, dass Du vor allem Kritikfähiges heraus gearbeitet hast. Mal eine Delikatesse aus dem von Marketingfischen übervölkerten Ozean. Daher würden Deine als ›Besprechung‹ weichspülend gekennzeichneten Buch-Artikel doch eher das Etikett ›Rezension‹ verdienen, denn die Strenge dafür bringst Du mit. Weiter so!

    Doch folgender, im Ansatz ja sehr schöner Satz, unterbrach meinen Lesefluss aufgrund seines Inhalts und seiner Orthografie (zu letzterem mehr per Mail):
    1. Den ›Yuppie‹ doch wenigstens noch benennen, damit man Deine einzige Beispiel-Erwähnung halbwegs selbst einordnen, prüfen und werten kann.
    2. Und Deine Haltung diffusiert hier, vielleicht auch nur formulierungsbedingt. ›Besinnung‹ beißt sich mit Deiner im gleichen Atemzug ausgedrückten Kritik an dem Yuppie. Entschlossene Kritik scheint mir hier angebrachter. Wie wär’s mit ›Geschäftsidee‹ statt ›Besinnung‹?

    Ansonsten liest sich das streckenweise wie eine „Bewerbung“/Initiative für die Konzeptionierung eines gelungeneren Buchs in dieser Richtung.

    • Marc Alex sagt:

      Der Satz, der meinen Lesefluss irritiert hat, sei hiermit noch zitiert:
      »Das Heute ein stylisher Yuppie das Gift aus seinem Produkt wieder weglässt und dafür das Dreifache verlangt ist kein bisschen innovativ, es zeigt nur, dass grade mal einer unter tausenden zur Besinnung gekommen ist.«

  3. Andrea sagt:

    Danke für die sehr ausführliche Rezension ;-) ! Hoffe sehr, dass es zukünftig mehr solcher Bücher gibt. Im englisch-sprachigen Raum gibt es da ja schon einiges zu bieten, aber die Welle schwappt ja glücklicherweise nun rüber…
    Habe hier http://alles-was-gerecht-ist.de/2009/01/21/bucher-uber-nachhaltiges-grafik-design/ vor einer Weile mal was zusammengestellt.

  4. Schöner Review. Bei uns im Büro sind die Meinungen geteilt. Die einen lieben die Papierblumen, weil so schön verspielt, ich finde es irgendwie in einem ökologischen Buch etwas widersinnig, so derart sinnfrei und egozentrisch Papier und Farbe für eine verhältnismäßig sinnleere Idee zu vergeben, und die Photos an sich wirken irgendwie duster und matschig, machen mir jedenfalls so gar keine Lust auf Öko :-D .

    Den letzten Teil des Buches, Sachinfo und Fachinterviews, kann ich sehr loben und würde mir tatsächlich ein Buch wünschen, dass a) diese Informationen sehr viel weiter ausbaut, viel produktionsbedingter arbeitet, Ross und Reiter nennt, also auch Links zu Druckereien, Zertifizierungsbedingungen, Papierhersteller und und und. Papiermuster und alternative Bindungs/Veredeldungstechniken am praktischen Beispiel vorzustellen wäre sinnvoll gewesen. Und eine Art einfache Entscheidungsmatrix, die klarer ist als die etwas diffusen Ansagen im Buch, die mich manchmal eher verwirren. Die vorgestellten Projekte habe ich teilweise auch nicht nachvollziehen können, muss aber zugeben, dass man als Verlag bei einem Buch mit diesem Thema so schnell in der Falle steckt, weil man sich sehr angreifbar macht, dass ich allein den Mut, sich dieses Thema vorzunehmen, erst einmal sehr begrüßenswert und richtig finde. Besser ein 50%iges Buch zum Thema als GAR keins :-D . Da kann man da ja noch drauf aufbauen.

  5. Philipp sagt:

    Sehr gute, nützliche Besprechung, die ich teilweise nachvollziehen kann. Habe bisher nie in das Buch „reingefunden“ und werde es mir unter den Gesichtspunkten dieser Besprechung nocheinmal zu Gemüte führen.

    Vielen Dank

  6. Danke für die nicht nur ausführliche, sondern auch absolut anregende Rezension, der man die INtensität der Auseinandersetzung anmerkt! Die gestalterischen Fragen zu beantworten überlasse ich Mario, uns hat die Papierblumenidee gefallen, aber ich kann die Kritik nachvollziehen.
    Die Faltung des Pergamins in der falschen Richtung… Das gehört natürlich anders herum und zeigt, wie viel Information verloren geht. Die ersten Paletten waren richtig rum gepackt. Als Verleger weist man das an, macht ein Muster, gibt es frei, sieht die Messeexemplare und packt sie stolz aus und dann geht man nicht alle Paletten durch. Sollte man aber. Denn irgendwo scheint das Muster “so soll das fertig verpackt aussehen” verloren gegangen zu sein… Danke für den Hinweis.
    Warum schlägt man dann nciht alle Bücher in Pergamin ein? Erstens ist es teurer, aber das kann im Abwägen zwischen Verantwortung und Effizienz noch kein Argument sien. Dann hasst der Handel in Papier eingeschlagene Bücher. Weil das Cover nicht so gut erkennbar ist und – ich vermute – auch einfach weil das mit der Einschweißfolie schon immer so war. Beim ADC Buch haben wir jetzt erstmals den Teil der Auflage, für den uns Vormerkungen von Endkunden vorlagen ganz ohne Schweißfolie liefern lassen. Denn ordentlich verpackt braucht je eingentlich keiner eine Schweißfolie. Das erhöht die Komplexität, nervt den Buchbinder, scheint uns aber sinnvoll.
    Zu den ausgewählten Beispielen und dem Text hielte ich eine Antwort von Jutta Nachtwey und Judith Mair richtiger, als wenn ich da jetzt argumentiere und maile beiden den Link…
    Noch mal DANKE für die Anregungen und gerne auch mit etwas zeitlichem Abstand für ein Konzept für ein noch besseres Buch!!!

  7. Markus sagt:

    Das klingt ja wirklich spannend. Wird direkt mal auf die Amazon Wishlist gesetzt!

  8. judith sagt:

    wirklich sehr spannend.
    da würde ich gerne mal drin stöbern. auch wenn es schon sehr ausführlich beschrieben wurde.
    würde mir wünschen weiter solche guten tipps zu bekommen, also eco-log team – weiter so!!!

  9. FrauSüß sagt:

    Ich mache bei der Verlosung aber nur mit, wenn du versprichst, dass du das Buch nicht vom Dach geworfen hast!

  10. Gestern kritisch rumgefragt, warum die Bücher nach anfänglich richtiger Verpackung nun falsch herum verpackt ausgeliefert werden, zerknirschter Buchbinder, kennt aber unsere Philosophie, und teilt sie. Morgen holt er die restlichen Paletten und packt um. Danke für die Kritik, an der man wachsen kann (auch wenn das nur ein kleiner Teil der Kritik war), danke an die Universitätsdruckerei H. Schmidt für die schnelle Recherche und an Schaumann fürs perfekte Reklamationsmanagement… Qualität beginnt mit Qual… Demnächst also richtig verpackte Design Ecology!

  11. Eine wunderbar ausführliche Buchbesprechung. Schön auch die durchaus kritischen Punkte. Das Buch ist optisch aber in jedem Fall schon auf den Fotos ein Augenschmaus.

  12. tms sagt:

    eine sehr ausführliche, kritische und konstruktive rezension.
    schade, dass das buch nicht ganz konsequent umgesetzt wurde. da hätte sicher mehr gehen können. würde mir selber gerne auch ein bild davon machen. insbesondere der letzte teil des buches stimmt mich nun neugierig.

  13. Dominik sagt:

    Das Buch klingt wirklich sehr interessant. Würde es gerne mal lesen ;-)

  14. David Solbach sagt:

    Aber es ist ja so teuer ;)

  15. Julia sagt:

    Eine schöne, ausführliche und tiefgründige Buchbesprechung!
    Die Papierblumen auf der ersten Seite habe ich nicht so recht verstanden und wenn dann noch 11 Seiten davon folgen, wo bleibt dann die Nachhaltigkeit?

  16. Christina sagt:

    Eine gelungene Rezension! Die vielen Fotos machen Lust darauf, das Buch in den Händen zu halten und selbst zu blättern und über die Bilder und Texte zu staunen! Freue mich auf weitere Beiträge hier von eco-log!

  17. Also Disignbücher abstauben ist immer gut!

  18. Sabine sagt:

    Sehr ausführliche und interessante Buchbesprechung.
    Vor allem wenn sich die Menschen hinter dem Buch selbst zu Wort melden und nicht nur dankbar für Lob, sondern auch empfänglich für Kritik sind.
    Hat mir sehr gefallen und meine Neugier auf das Buch geweckt!

  19. [...] Gewinner des Buches DESIGN ECOLOGY aus dem Hermann Schmidt Verlag steht fest. Herzlichen Glückwunsch! Aber schaut einfach [...]

  20. Nicole sagt:

    Danke für die ausfürliche Buchbesprechung, es hat wirklich meine Neugierde erweckt dieses Buch in den Händen zu halten. Die Idee mit dem Pergaminpapier einzupacken (aber richtig rum) finde ich eine schöne Sache.

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mogli

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Die Ästhetik der Nachhaltigkeit

© encore

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»Lange Zeit war Öko-Mode gleichbedeutend mit “naturbelassen”, “keine Chemie” und „grün-alternativ“. Wenn man von einer ökologisch motivierten Ästhetik sprechen konnte, dann fand man sie am ehesten in den Nischen der Eine-Welt-Läden. Inzwischen ist längst klar: Plastik ist ökologisch manchmal besser als Jute. Gleichzeitig sind globale Themen wie der Klimawandel und die weltweite Ressourcenknappheit im politischen Mainstream angekommen. Verändern sich dadurch auch ästhetische Einstellungen? Schließlich spiegelt sich ein gesellschaftlicher Wertewandel immer auch im Design und der Mode. Gibt es eine neue Ästhetik der Nachhaltigkeit? Und was macht sie aus? « Quelle: SWR

Es diskutieren:
Bernd Draser, Philosoph, Ecosign/Akademie für Gestaltung, Köln
Prof. Nina Gellersen, Designerin, Hochschule Luzern
Mateo Kries, Chefkurator des Vitra Design Museums, Weil am Rhein
Gesprächsleitung: Gábor Paál

Hier gehts zum AudioBeitrag


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Zum Abschluss

Im ecosign-Projekt »Zum Abschluss« war es die Aufgabe, einen Diplom-Katalog für die Absolventen des Studiengangs Bildende Kunst der Alanus Hochschule zu gestalten. Daniel Hyngar ging es dabei vor allem darum, dem individuellen Künstler einen individuellen Platz zu schaffen. Dazu bekommt jeder Künstler ein eigenes Heft, auf dessen Vorderseite jeweils ein Ausschnitt des Kunstwerks zu sehen ist. Die Farbigkeit dieser unterschiedlichen Ausschnitte erzeugt durch die ausgestanzte Typografie in der Graupappe jeweils ein unterschiedliches, individuelles Bild.

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Typodarium 2012 ist da!

Wie jedes Jahr freuen wir uns über das kleine aber feine Druckwerk aus dem Verlag Hermann Schmidt Mainz und auch in diesem Jahr könnte das TYPODARIUM – der Abreisskalender für den echten „Typolover“ – das erste Produkt sein, dass Ihr diesmal schon im August frühzeitig in die noch leere Kiste in Eurem Schrank stellt um es dann an Weihnachten Eurem/Eurer Liebsten unter den Baum zu legen. Für das Jahr 2012 greifen Lars Harmsen und Raban Ruddigkeit mit voller Wucht in den Farbtopf mit der Aufschrift „Pussycolor“ – womit die Geschlechterfrage auch schon geklärt ist – Geile Fonts und Mädchenfarbe, für jede/n ist also was dabei.

Im Editorial lese ich, dass 2011 das erste Mal eine Jury darüber entschieden hat, welche Fonts 2012 in den Kalender kommen. Dies kann als klares Zeichen dafür gewertet werden, dass wohl immer bessere und vorallem immer mehr Fonts jedes Jahr eingereicht werden … das freut uns natürlich sehr – zeigt es doch, dass die Typoszene vielleicht sogar auf dem besten Wege zu einer neuen Hoch-Zeit ist.

Letztes Jahr habe ich hier angemerkt, dass eine Angabe über das verwendete Papier fehlte – dies wollte der Verlag für das kommende Jahr ändern – leider konnte ich auch diesmal keine Angabe dazu finden. Die Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs informierte sich jedoch bei der Langenscheidt-Druckerei und erfuhr, dass dort für den Druck des Typodariums ein Standard-Rollenpapier ohne Namen verwendet wird. Standard – ohne Namen – nagut – hier wäre es schön, wenn die Produzenten oder Verleger für das kommende Jahr die Chance beim Schopf ergreifen würden und vielleicht auch bei diesem Printprodukt (wenn es auch ein knapp kalkuliertes Produkt ist) den interessierten Typografen zeigen, was Papier so alles kann und wie reinweiß und haptisch aufregend im Jahr 2013 ein 100% Recyclingpapier sein kann. Denn immerhin wird hier ein Wegwerfprodukt vertrieben, bei dem jeden Tag ein kleines Blatt Frischfasern in irgendeinen Abfalleimer wandert. Es sei denn man nutzt die Sammelbox und hebt die Typokunstwerke auf!

Typodarium 2012

  • The Daily Dose of Typography
  • Abreißkalender zum Aufstellen oder Hängen
  • mit 366 Fonts von 252 Designern aus 32 Ländern und allen Feiertagen dieser Länder
    384 Blatt, zweiseitig bedruckt, schwarz und leuchtendes Magenta Format 8,5 x 12 cm, Verpackt in einer Sammelbox zum Archivieren der Schriftmuster
  • 16,80 €
  • www.typografie.de

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Good Goods?

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Wir danken Astrid Lorenzen für Ihren Gastbeitrag – eine Rückschau auf die goodgoods Messe für nachhaltigen Konsum 2011 in Hamburg

Vom 27. – 29.05. fand zum ersten Mal die goodgoods Messe für nachhaltigen Konsum in den Hamburger Messehallen statt. Mit 94 Ausstellern, davon viele Startups, hat sie einen Überblick über verschiedenste nachhaltiger Produkte gegeben. Schwerpunkte waren Fashion, Lebensmittel und Design. Institute wie EPEA, Dienstleister, Ökobanken wie die GLS Bank waren ebenso wie allgemeinnützige Vereine wie Viva con Agua oder BAUM vertreten.
Mit 10.000 Besuchern in den drei Tagen war die Messe gut besucht, was wohl nicht zuletzt an der Pressearbeit und der Ausgabe von zahlreichen Freikarten gelegen haben kann.

Bei dem Gang durch die Halle, fiel die große Anzahl an Limonadenanbietern auf: Fritzkola, Bios, Bionade und Lemonaid/Charitea. Bei Lemonaid gab es die Möglichkeit seine eigene Limonade aus den Originalzutaten Limetten, Rohrzucker (beides Fairtrade) und Wasser (Viva con Agua)selbst zusammenzumischen. Auf dem Fashion Cube, einem großen Sperrholzkubus um das ein Baugerüst aufgebaut war, fanden Schauen diverser Ecofashionlabel (u.a. Otto und Recolution) statt. Für Kinder gab es eine Bastelfläche und auf dem Forum konnte man sich Diskussionen und Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit anhören. Einzelne Aussteller stellten sich Fragerunden.

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Materialrevolution – Für eine nachhaltigere Zukunft

Mandeln

Vor ein paar Tagen bekam ich Post von Astrid Lorenzen aus Hamburg und sie bat mich auf folgende Veranstaltung hinzuweisen:

Sascha Peters, Autor des Buches „Materialrevolution“ sowie der Materialseite in der FORM kommt am 17.06.2011 nach Hamburg, um über neuartige und nachhaltige Materialien in Architektur und Design zu sprechen.

Schaumstoff aus Pilzen, Mode, die durch Bakterien organisch wächst, oder Fahrräder mit Bambusrahmen: Da inzwischen klar sein sollte, dass uns viele Rohstoffe zukünftig nur noch in begrenztem Rahmen zur Verfügung stehen, werden wir aus den Labors überhäuft mit neuen Materialien und Werkstoffkonzepten. Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde und für Politik wie Industrie das Zauberwort für eine bessere Zukunft. Wir stehen kurz vor einem gravierenden Wandel unserer Produktkultur, denn der umweltverträgliche Umgang mit Werkstoffen und das Denken in Materialkreisläufen ist bei uns als Konsumenten angekommen und wird in vielen Bereichen gar vorausgesetzt.

Designern und Architekten kommt im Zusammenhang mit dem Wandel der Material- und Produktkultur eine besondere Verantwortung zu. Denn sie sind es, die bei ihren Projekten die Auswahl der eingesetzten Werkstoffe treffen und damit entscheidenden Einfluss auf die Nachhaltigkeit unserer Produktwelt nehmen. Dr. Sascha Peters gibt mit seinem neuen Buch “Materialrevolution” einen Überblick zu den aktuell am Markt verfügbaren Materialien. Im Vortrag gewährt er einen Blick in die spannendsten Entwicklungen und zeigt auf, mit welche Werkstoffinnovationen wir die Zukunft in eine nachhaltigere Welt gestalten werden.

Vortrag „Materialrevolution – Für eine nachhaltigere Zukunft“

17. Juni 2011
betahaus Hamburg
ab 19:00 Uhr


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Kläre – Gemüseglück auf dem Balkon


»Kläre« ist ein Hügelbeetkasten, entstanden als Abschlussarbeit der ecosign von Anna Fankhaenel. »Kläre« orientiert sich in der Form an einem Hügelbeet aus der Permakultur, dadurch ergeben sich nicht nur Vorteile wie einen guten Wasser- und Wäremhaushalt um selbst in kühleren Jahreszeiten Gemüse zu ernsten, sondern die Form bietet auch fast doppelt soviel Anbaufläche wie ein handelsüblicher Blumenkasten.
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It’s a Book!

Simpel und wahr, daher ohne jeden weiteren Kommentar:

Das nun auch auf deutsch erschienene Druckexemplar ist in jeder gut sortierten Buchhandlung um die Ecke (für 6,90 Euro) erhältlich.

( »ecolog gefällt das!« )


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Film: ecosign Semesterpräsentation im Cinenova

Wir freuen uns einen kurzen Film über die letzte Semesterabschlusspräsentation im Februar 2011 zeigen zu können. Zwei mal im Jahr präsentieren die Studenten der ecosign im Kölner Kino „Cinenova“ vor einem großen Publikum ihre besten Arbeiten des vergangenen Semesters. Auch zum Beginn des Jahres 2011 waren wieder viele gute Arbeiten dabei und wie üblich wurde am Ende der Veranstaltung der Froschkönig – der Preis für die innovativste Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit – von der Akademieleitung an einen Studenten verliehen.


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Versorger sind Versager

Während in Japan ein Naturereignis mit schwerwiegenden Folgen zeigt, dass die Atomlobby und die Atompolitik seit Jahrzenten scheitert und der Bürger zunehmend resigniert — versucht Angela Merkel (Atompolitikerin und Kanzlerin) es mit dem Bonbon einer Untersuchung aller deutschen Meiler in der Hand zu halten.

Tobias Riedl von Greenpeace dazu:

Der Unfall in Japan zeigt, dass Atomkraft nirgends beherrschbar ist. Auch in Deutschland kann jederzeit ein schwerer Unfall passieren – es müssen nur mehrere negative Ereignisse zusammenkommen. Deshalb fordert Greenpeace von der Physikerin Angela Merkel, jetzt umzudenken und mit der Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke einen schwerwiegenden Fehler ihrer Amtszeit zu korrigieren.

Es entsteht national wie international eine neue Debatte um die Sicherheit von Atommeilern! Wir brauchen aber keine Debatte ohne Resultate und Einsicht! Seit mehr als 30 Jahren ist klar was Soziale, Ökologische und Ökonomische Verantwortung bedeutet und dass zukünftige Energiefelder neu definiert werden müssen! Auf die Straße — Abschalten — Mensch sein!

Wir möchten aufrufen der Initiative von linksunten zu folgen:

Am Montag, den 14. März von  17:00 – 20:00 Uhr auf dem Rudolfplatz in Köln aktiv gegen Atompolitik und Atomlobby zu agieren.

Eindrücke von der Demo: http://www.youtube.com/watch?v=UE4KAqxArNE


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Proportion trifft Proportion

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Im Wintersemester 2010/2011 beschäftigte sich Selina Meurer an der ecosign unter der Leitung von Dipl. Des. Uwe Boden mit den Proportionen von Schrift und Körpern.

Dazu schreibt sie:

Manche Schriften sind wie Menschen. Die einen sind gradlinig und streng konstruiert, die anderen wirken eher schräg und verspielt.

Es gibt auch Schriften, wie die der Renaissance deren Proportionen natürlich und sehr lebendig sind. Das liegt daran, dass sie über ihre Erscheinung hinaus eine grundlegende Gemeinsamkeit mit dem menschlichen Körper haben. Sie genießen dasselbe Proportionsverhältnis: Das Harmoniegesetzt des Goldenen Schnitts.

Projiziert man die Formen einer Renaissanceschrift wie der Jenson auf den Mensch, so sieht man wie sich beide ergänzen und neue Formen entstehen. Diese Schriftprobe visualisiert die Verwandschaft der venezianischen Renaissanceantiqua mit der Körperlichkeit des Menschen. Neben der Bildsprache kommt die Typografie in einem integrierten Leporello zu Wort und erzählt die Besonderheiten der Adobe Jenson in Schnitten, Zeichen und Proportionen.

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Scharfsinn

Zu diesem Thema veranstalteten Frauke Schneider, Anna Jaissle und Julia Kröll ein Experiment, dass verschiedene Sinne anspricht und doch die selbe Ursache hat: Schärfe.

Scharfsinn – so lautete das letztjährige Motto für die Veranstaltung anlässlich des UNESCO Welttages der Philosophie an der ecosign/Akademie für Gestaltung. Weiterlesen »


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